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erschienen
Cover von Der Pullover trägt mich nicht mehr
Der Pullover trägt mich nicht mehr
Lilly Axster Klappenbroschur, 192 Seiten
130 x 200mm
978-3-96042-127-6 / 2-110
16,00 Euro
Erschienen am 23.02.2022
Klappenbroschur, 192 Seiten
130 x 200mm
978-3-96042-127-6 / 2-110
16,00 Euro
Erschienen am 23.02.2022

Inhalt

In Lilly Axsters aus dokumentarischen wie fiktiven Erinnerungen inszeniertem Roman stürzen literarische Held:innen vom kolonialen Thron, trifft Aktivismus auf Demenz, und inmitten jeder Menge Poesie spricht: Yeter Güne

Gegen die Ikone kindlicher Anarchie und grenzenloser Selbstbestimmung, Dini Donnerstein, gibt es Protest: Die nach ihr benannte Grundschule soll aufgrund des kolonial-rassistischen Impacts der weltberühmten Dini Bücher umbenannt werden.


Ehemalige reisen an, um mit allen Mitteln die Umbenennung ‚ihrer Schule‘ zu verhindern. Sie kämpfen für die Zeitlosigkeit von Poesie. Hoch betagt, clever, liebenswert, unmöglich und hoffnungslos dement: ein kleiner Prinz, Rosa Zorres und Dini Donna Stein höchst selbst. Sie haben nichts mehr zu verlieren.


Als Jugendliche hat Yeter Güneş Nachrichten an Mitgefangene in Pullover gestrickt, verschlüsseltes Alphabet gegen das Militärregime im Foltergefängnis ‚Mamak‘, Ankara. Die junge Lehrkraft Bil lädt die „echte Heldin“ in ihre:seine Klasse ein. Fasziniert spielen die Kinder das Erzählte nach und was sie noch dazu erfinden. Für sie steht fest, wie ihre Schule heißen wird.


Ein explosives Ringen um Erinnerungen und Geschichte(n).


Der Titel erscheint gleichzeitig auf Deutsch und in türkischer Übersetzung von Dilman Muradoğlu.


Autorin

Lilly Axster — Lilly Axster lebt in Wien und schreibt Romane, Theaterstücke und Bilderbücher (Illustrationen: Christine Aebi). Zuletzt: „Der Pullover trägt mich nicht mehr“, „Ein bisschen wie du / A little like you“ (gemeinsam mit Christine Aebi, Henrie Hennis, Jaray Fofana), „Die Stadt war nie wach“, „Atalanta Läufer_in“. Mehr Infos

Leseprobe / Cover

Download Buchcover (Druckqualität)

Textauszug aus dem Buch Der Pullover trägt mich nicht mehr:

„Unser Beruf war die Revolution. Es gibt dafür kein Arbeitslosengeld und keine Rente. Wir sind pleite. Erst hier, im Exil, lachen wir über uns. Wenn wir uns bei schlafenden Hunden entschuldigen. Wenn wir nach langem Sitzen aufstehen wie uralte Leute. Wenn wir schwitzen, obwohl es kalt ist, und in die Hose machen, wenn eine Tür zuschlägt. Wenn wir schmerzen sagen statt scherzen. Wenn wir mit unserem Essen reden. Und uns selbst. Gün aydin Yeter. Die Kinder Ihrer Schule werden denken, ich sei nicht ganz normal. Und sie haben Recht. Ich sage manchmal aus heiterem Himmel Entschuldigung zu einem Hund.“

[...]

Pressestimmen

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