Alisa Tretau (Hg.)

Nicht nur Mütter waren schwanger

Unerhörte Perspektiven auf die vermeintlich natürlichste Sache der Welt

Broschur | 140*205mm

176 Seiten | 14,00€

978-3-96042-041-5 | 2-973

Oktober 2018

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Nicht nur Mütter waren schwanger vereint persönlich geschilderte Erfahrungen mit Schwangerschaft, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs oft überhört werden: Es geht um unerfüllte und lesbische Kinderwünsche, um trans-männliche oder alters-untypische Schwangerschaften, genauso wie um Abtreibung und Fehlgeburt, Repro-Medizin, Pränataldiagnostik und vieles mehr. Der Sammelband will den einengenden und Druck ausübenden Blick, Schwangerschaft sei für die cis-Heteronorm die „natürlichste Sache der Welt“, für alle anderen hingegen unmöglich, aufweichen, und dabei alternative Visionen entwickeln: für mehr Offenheit und Selbstbestimmung im Umgang mit Kinderwünschen, Schwangerschaft und Eltern-Sein.

Die Herausgeberin:
Alisa Tretau studierte zunächst Sozial- und Kulturanthropologie sowie Politikwissenschaft an der FU (2006-11), wo sie mit verspielten Verbündeten mit unterschiedlichen künstlerischen Medien experimentierte. Während des anschließenden Theaterregiestudiums an der HfMT Hamburg (2011-15) setzte sie sich weiter mit Fragestellungen, die aus der neoliberalen, patriarchalen Gesellschaft erwachsen, auseinander, und versucht seitdem, ihrem Glauben an die Gemeinschaft als Motor kreativer Prozesse Ausdruck zu verleihen. Seit 2015 arbeitet sie in der Berliner Performanceszene als Performerin, Regisseurin, Dramaturgin und schreibt immer wieder für unterschiedliche Formate.

Mit Beiträgen von Pia Eisenträger, Carrie McIlwain, Giegold & Weiß, Mareice Kaiser, Johanna Montanari, Katti Jisuk Seo, Diana Thielen, Alisa Tretau und anderen.

Inhaltsverzeichnis

Aus den Medien:

„…diese queerfeministische Annäherung an das komplexe, emotionale, medial und gesellschaftlich verdammt aufgeladene Thema der Schwanger- und Elternschaft ist wirklich jeder Person ans Herz zu legen – egal ob Mutter, Vater, (schein-)schwanger, kinderlos, mit oder ohne Kinderwunsch oder etwas Dazwischenliegendes. Denn eines wird schnell klar: Das Thema ist ein kompliziertes, ein schwieriges und ein sehr persönliches; gleichzeitig ist es hochpolitisch und geht in gewisser Hinsicht alle an.“
„Nicht nur Mütter waren schwanger“ | Rezension, Silvana feminismus-im-pott.de (26.4.2019)

„Dieser Sammelband dokumentiert zahlreiche subjektive Erfahrungen mit dem Thema, teilweise auch in Form von Interviews oder Protokollen. Die Stärke dieser vielfältigen Perspektiven ist es, von dem jeweiligen persönlichen Erleben auszugehen und das Thema „Kinderkriegen“ nicht auf einen Nenner bringen zu wollen, sondern es als subjektive Erfahrung zu erzählen.“
Die scheinbar natürlichste Sache der Welt, Antje Schrupp, graswurzel.net (GWR, 5. März 2019)

„Ein gelungenes und sensibel erarbeitetes Buch, das auch Personen, die sich nicht für eine eigene Schwangerschaft oder ein Leben mit Kind interessieren, durchaus empfohlen ist.“
an.schlaege Januar 2019

„Ich bin zutiefst dankbar für das wunderbare Buch „Nicht nur Mütter waren Schwanger“ von Alisa Tretau (Hg.) und allen darin schreibenden Autor*innen. Sie wagen das Unsagbare, sie brechen mit dem Bild, dass man „links“ nur cool und lässig nebenbei schwanger sein darf. Danke! (…) „Nicht nur Mütter waren schwanger“ ist ein tolles Buch gegen Einsamkeit. Es macht unsichtbare Schicksale sichtbar und ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Offenheit und Solidarität jenseits von Geschlechtergrenzen und Szene-Rollen.“
“Kinderkotze, Politik und Liebe”: Manifest einer nervigen Schwangeren, Kolumne und Rezension von Maren Hpunkt, umstandslos.com (1.2.2019)

„Wie schmerzvoll die Erfahrung ist, wenn man ein Kind will und die Schwangerschaft nicht „einfach so“ heteronormativ passiert, erfährt man in „Nicht nur Mütter waren schwanger“ (edition assemblage). Man erfährt darin, wie qualvoll das Tabu ist, über unerfüllten Kinderwunsch zu sprechen, geradezu qualvoll gerät das für queere Menschen.“
Der Freitag, 12/2018