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erschienen
Klassenfahrt
63 persönliche Geschichten zu Klassismus und feinen Unterschieden Frede Macioszek, Julian Knop (Hg.) Paperback, 240 Seiten
140 x 205mm
978-3-96042-107-8 / 2-973
14,80 Euro
Erschienen am 16.02.2022
Mit Comics und Zeichnungen
Paperback, 240 Seiten
140 x 205mm
978-3-96042-107-8 / 2-973
14,80 Euro
Erschienen am 16.02.2022
Mit Comics und Zeichnungen

Inhalt

In Klassenfahrt wird Klassismus zugänglich, offen und nahbar erzählt, womit sich der Sammelband angenehm von theoretischen Büchern zum Thema abhebt. Persönliche und tagtägliche Situationen zeigen Klassismus und wie Unterschiede uns gewaltsam formen.

In Erzählungen, Comics und Interviews erzählen 50 Personen von ihren Erfahrungen mit Klassismus. In unterschiedlichen Formaten geht es um Themen wie Gesundheit, Geld, Scham, Sexualität und Zugänge. Wir erfahren was Erfrischungsgetränke, Scheibenkäse, Snackautomaten, Star Trek und ein Teller mit Klassismus zu tun haben. Die Erzählenden sprechen über Trauer, Wut und Stärke und thematisieren Widersprüche.


Durch das Teilen verschiedener Erfahrungen wird sichtbar, dass wir weiterhin in einer Gesellschaft leben, in der Klassenzugehörigkeit und Klassenherkunft strukturell Teilhabe regeln. Der Sammelband ist eine Einladung über diese Themen zu sprechen. Eine Sammlung zum Nachdenken, Sensibilisieren, Lachen und Neugierde stillen.


Mit Beiträgen von 50 Autor*innen.


Mit Beiträgen von Mareice Kaiser.

Herausgeber*innen

Frede Macioszek — (*1989) ist in der ersten Generation studiert und seit einigen Jahren in wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Kontexten zu verschiedenen Themen tätig. Neben Klassismus lehrt und schreibt es zu Themen rund um Geschlecht, Sexualität, Scham und Verletzlichkeit. Mehr Infos

Julian Knop — (*1990) ist politischer Bildner. Er arbeitet zu Demokratie- und Vielfaltsbildung und Konflikten. Sein Klassenaufstieg wurde noch nicht durch einen universitären Abschluss gekrönt. Mehr Infos

Mit Beiträgen von Mareice Kaiser.

Leseprobe / Cover

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Pressestimmen (2)

Sie zeichnen ein kluges Bild einer Gesellschaft, die selbst 2022 immer noch von Klassenscham und Stigma durchtränkt ist: „Ich lernte, mich dafür zu hassen, bedürftig zu sein (…). Ich lernte, nicht zu wollen, was ich wollte, und ich verachtete, was ich wollte, um weniger zu wollen.“ Eine so vielstimmige klassismuskritische Perspektive hat im deutschen Diskurs bisher bitter gefehlt – die Leerstelle wurde gefüllt. —  Laura-Solmaz Litschel, analyse & kritik 682 (17.05.2022)
In Mithilfe von Erzählungen, Comics und Interviews nehmen sie die Leser:innen in die alltäglichen Situationen ihres Lebens mit — beinahe so, als würden sie einer guten Freundin davon erzählen. In dieser Nahbarkeit liegt auch die eigentliche Stärke des Buchs, das sich damit deutlich von akademisch-theoretischen Zugangsweisen abhebt. Wer eine fundierte Analyse der Klassenverhältnisse nach Marx sucht, ist hier sicherlich falsch. Doch auch der Sammelband zeigt auf eindrückliche Weise, dass hinter all dem persönlichen Schmerz, der Scham und der Angst eine tiefgreifende Struktur steckt, die es zu überwinden gilt. So heißt es in einem Text: „Ich hasse mich nicht länger dafür, arm zu sein – ich hasse es, arm zu sein. Solange es reiche Menschen gibt, wird es Menschen geben, die in Armut leben müssen.“ —  Vanessa Fischer, an.schläge I/2022