Cover von "Von den Sternen im Himmel zu den Fischen im Meer"
Von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer
Kai Cheng Thom Deutsch
Hardcover, 40 Seiten
282 x 218mm
978-3-96042-094-1 / 1-250
14,90 Euro
Erscheinungstermin: 10/2020
illustriert von Kai Yun Ching & Wai-Yant Li, übersetzt von Katja Anton Cronauer.
Deutsch
Hardcover, 40 Seiten
282 x 218mm
978-3-96042-094-1 / 1-250
14,90 Euro
Erscheinungstermin: 10/2020
illustriert von Kai Yun Ching & Wai-Yant Li, übersetzt von Katja Anton Cronauer.

Inhalt

Ein Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren zum Vorlesen und -singen, das Hoffnung auf eine Welt jenseits der 2-Geschlechter macht und uns zeigt, wie Akzeptanz in einer diversen Gesellschaft (er-)lebbar ist.

In der magischen Zeit zwischen Nacht und Tag wird in einem kleinen blauen Haus auf einem Hügel ein Kind geboren. Miu Lan ist jedoch nicht nur irgendein Kind, sondern eins, das sich in jede vorstellbare Gestalt verwandeln kann. Das einzige Problem ist, dass es sich nicht entscheiden kann, was es sein soll: Junge oder Mädchen? Vogel oder Fisch? Blume oder Sternschnuppe? Aber er findet Trost in den liebenden Armen ihrer Mutter, die ihm stets denselben liebevollen Refrain vorsingt:


„Was immer du dir wünschst, kannst du sein, glaub ich sehr,


von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer.“


Miu Lan wird oft gefragt, wer sie ist und wer er wohl sein möge. Aber eins ist sicher: Egal was aus dem Kind wird, ihre Mutter wird ihn trotzdem lieben.


Das Buch wurde im September 2021 mit dem KIMI-Siegel für vielfältige Kinder- und Jugendbücher in den kategorien Geschlechtsidentität, Gender und Transgender ausgezeichnet.


Mit Beiträgen von Wai-Yant Li, Kai Yun Ching und Katja Anton Cronauer.

Autor*in

Kai Cheng Thom — Kai Cheng Thom ist eine in Montréal und Toronto – nicht abgetretene und besetzte Indigene Territorien – ansässige Schriftstellerin, Performancekünstlerin und Psychotherapeutin. Ihr erster Roman Fierce Femmes and Notorious Liars wurde 2016 bei Metonymy Press und ihre erste Gedichtsammlung a place called no Homeland 2017 bei Arsenal Pulp Press veröffentlicht. Mehr Infos

Mit Beiträgen von Wai-Yant Li, Kai Yun Ching und Katja Anton Cronauer.

Leseprobe / Cover

Pressestimmen (3)

Kai Cheng Thom hat mit „Von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer“ eine zauberhafte Geschichte in die Welt gebracht über ein Kind, das mithilfe der Liebe der Mutter einen Weg findet, sich selbst zu akzeptieren in einem Umfeld, dass seinem Selbstausdruck zunächst nicht offen begegnet. Miu Lans Geschichte ist Inspiration und Einladung für alle Menschen, den Mut zu haben, ihre eigene Identität zu erkunden und auszuleben. Es gibt keine Antwort auf die Frage „Was, wenn den anderen nicht gefällt, wer ich bin?“. Wir können nur sein, wer wir sind und wir brauchen Menschen, die uns genau so lieben. Und wir brauchen unsere eigene Liebe. So können wir Licht, Wärme und Glitzer in die Welt bringen. —  vielfalterbücher, Vielfalter - Bilderbücher für eine Pädagogik der Vielfalt (10.09.2022)
Für Miu Lan werden in der deutschen Übersetzung immer abwechselnd die Pronomen „sie“ und „er“ verwendet, was in der deutschen Bilderbuchliteratur bislang einzigartig ist; in der englischen Originalfassung ist es durchgehend das Pronomen „they“. Die gesamtgesellschaftlich dominierende Geschlechtskonstruktion, die Geschlecht als eindeutig, binär und zeitlich überdauernd auffasst, wird dadurch sowie durch die Offenheit der Erscheinungsformen von Miu Lan in Frage gestellt und aufgebrochen. Es macht beim Lesen großen Spaß, mitzubekommen, wie frei sich Miu Lan entwickeln und ausprobieren kann, und regt dazu an, einengende Geschlechternormen zu hinterfragen. Dass auch negative Reaktionen des Umfelds auf Verhalten und Erscheinungsformen, die nicht der Norm entsprechen und dadurch als auffällig wahrgenommen werden, gezeigt werden, ist ebenfalls positiv zu werten, da so gesellschaftliche Diskriminierungen aufgegriffen und nicht verschleiert werden. Die Botschaft ist dabei stets, dass man man selbst sein darf, auch wenn andere darauf mit Vorurteilen reagieren. Illustriert ist das Buch in leuchtend bunten, verträumten Aquarellmalereien, die beim Betrachten den Wunsch aufkommen lassen, selbst in diese Welt mit ihren wunderschönen, verschnörkelten Pflanzen und Fantasietieren hineinschlüpfen zu können. Die Bilder sind weitläufig und erstrecken sich jeweils über eine Doppelseite. Sie sind teils mono-, teils pluriszenisch aufgebaut und sehr kontrastreich gestaltet. Die jeweiligen Stimmungen werden auf Bildebene sehr eindrucksvoll und teils surrealistisch vermittelt, so entsteht beispielsweise aus Miu Lans Tränen ein großer See und als er „Ich weiß es nicht!“ schreit, gehen viele knallbunte Blitze von ihr ab. —  Johanna Altmann, Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM) (26.07.2022)
Sehr eindeutig wird in diesem Buch aufgezeigt, dass der Konflikt von Miu Lan gar nicht darin liegt, das Miu Lan keine Entscheidung darüber trifft, was Miu Lan ist, sondern, dass eine Entscheidung erwartet wird und diese eine Bedingung für einen angemessenen Umgang miteinander ist. Der Konflikt wird nicht von Zauberei gelöst, nicht von außen durch Erwachsene oder irgendeine andere Autorität, sondern Miu Lan selbst, gestärkt von der Mutter, was für vorlesende Erwachsene vielleicht eine interessante Perspektive ist. —  H. C. Rosenblatt, Ein Blog von Vielen (16.10.2020)