Zwischen Pommesbude und Muskelbank
Die mediale Inszenierung der „Unterschicht“ Britta Steinwachs Paperback, 157 Seiten
140 x 205mm
978-3-942885-91-1 / 2-973
16,80 Euro
Erschienen 12/2015
Paperback, 157 Seiten
140 x 205mm
978-3-942885-91-1 / 2-973
16,80 Euro
Erschienen 12/2015

Inhalt

Das RTL-Nachmittagsprogramm steht im Ruf, lediglich „Unterschichtenfernsehen“ abzusondern. Und doch erreicht der Privatsender mit seinen billig produzierten Formaten ein Millionenpublikum. Besonders quotenträchtig ist seit Jahren die Sendung „Familien im Brennpunkt“. Hier werden frei erfundene Geschichten erzählt, die wie aus dem Leben gegriffen wirken sollen. Laiendarsteller_innen spielen simpel gestrickte Stories, die diskriminierende Bilder der „Unterschicht“ zeichnen und Klischees über die schwächsten Glieder der Gesellschaft als Realität erscheinen lassen. Britta Steinwachs beleuchtet anhand von zwei „Familien im Brennpunkt“-Folgen, in welcher Weise darin Menschen aus der „Unterschicht“ vor allem im Hinblick auf ihre körperliche Sphäre dargestellt werden und zeigt, wie hier ein scheinbar unpolitisches Unterhaltungsformat die strukturelle Verachtung der Armen (re-)produziert. Ihr Buch steht mit seiner aufklärerischen Prämisse in der Tradition klassischer Ideo­logiekritik und hilft zu verstehen, wie die negative Zuschreibung „Unterschicht“ strategisch inszeniert wird.


Autorin

Britta Steinwachs — Britta Steinwachs, Jahrgang 1987, ist Soziologin und lebt in Berlin. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die ideologiekritische Auseinandersetzung mit popkulturellen Phänomenen. Zuletzt erschien in der edition assemblage von ihr und Christian Baron „Faul, Frech, Dreist. Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen“. Mehr Infos

Leseprobe / Cover

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Pressestimmen (1)

Das Märchen vom bösen Armen: Die Soziologin Britta Steinwachs lüftet den ideologischen Schleier des Privatfernsehens —  Sebastian Friedrich, nd (25.08.2016)