Torsten Bewernitz

Nothing in common?

Differänzen in der Klasse

Broschur | 140*205mm

212 Seiten | 16.80€

978-3-942885-84-3 | 973

Dezember 2015

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„Die arbeitende Klasse und die besitzende Klasse haben nichts gemeinsam“ lautet ein Prinzip des basisgewerkschaftlichen Syndikalismus. Um auf dieses Prinzip zu kommen, bedarf es aber eines bestimmten Verständnisses von dem, was Klassen sind. Das Arbeiter*innen und Unternehmer*innen nichts gemeinsam haben, ist durchaus nicht plausibel. Viele haben sicherlich schon mal ein Glas Bier mit ihrem Chef getrunken, manche waren vielleicht sogar auf gemeinsam auf einem Konzert und vielleicht teilen sich Chef*in und Arbeiter*in auch die politische Meinung.
„Nothing in common“ – nichts gemeinsam – muss sich also auf etwas anderes beziehen. Die Formulierung bezieht sich auf einen gesellschaftlichen und ökonomischen Grundkonflikt, der im Kapitalismus strukturell angelegt ist. Torsten Bewernitz macht sich auf die Suche nach dieser Struktur, aber auch nach den Widerständen und Bewegungen, die sich nicht aus der Struktur, sondern aus einem kollektiven Eigensinn erklären lassen.

Der Autor:
Torsten Bewernitz (Jg. 1975) lebt in Mannheim und hat in Münster Politik und Soziologie studiert. Seit 15 Jahren gewerkschaftlich aktiv, beschäftigt er sich vor allem mit Klassentheorien, Streikforschung und der Geschichte der Arbeiter- und Arbeiter*innenbewegung.

Medien

Der in diesem Buch entwickelte Klassenbegriff bleibt keine rein akademische Analysekategorie, sondern ist darüber hinaus eine politische Forderung. Das Buch liest sich letztlich als Aufruf zur Solidarität mit einer globalen Arbeiter*innenklasse gegen Kapital und Staat.

Rezension | A lot in common von Pia Kühnemann, in: Contraste 379, April 2016

Interview
Zurück zur Maulwurfsarbeit. Interview mit Torsten Bewernitz, Sozialwissenschaftler und Gewerkschaftsaktivist. lower class magazine 23. September 2016.