Ika Elvau

Identitätskrise 2.0 oder eine Analyse meiner linken DNA

Neues aus dem Tagebuch eines Hermaphroditen

Paperback | 110x180 mm

ca. 160 Seiten | ca. 14.80€

978-3-96042-072-9 | WG 110

ca. Oktober 2019

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Auf der Suche nach psychologischer Hilfe wurde mir unter anderem auch
eine Gruppentherapie angeboten.
Da ich gerne davon therapiert werden wollte, mich in festen Gruppen meistens anders und komisch zu fühlen, dachte ich dann:
Also ich hätte ja gerne eine Gruppentherapie,
aber eine, wo alle sind wie ich.
Komischerweise habe ich keine Gruppentherapie gefunden.
Dafür gibt es bald dieses Buch.
Da steht alles drin.
Warum mir dieses „wir“ meistens weh tut.
Aber auch wie es geht,
gegen alle Widerstände
Platz zu finden, Platz zu nehmen
zwischen den Stühlen.
Nicht als Teil eines, festen, engen, starren „WIR!“
Welches die Rechten immer lauter und offensiver fordern.
Nicht als Ego-Ich, das nur sich selbst liebt, wie es der Neoliberalismus will.
Sondern solidarisch verbunden, mit genug Platz für Ecken und Kanten.
Jetzt kann ich nicht behaupten, dass es leicht wäre,
ein intersexuelles Chamäleon zu sein.
Aber ich bin auch stolz. Diesen Blick umzudrehen.
Ich lasse mich ungern begutachten und einsortieren.
Ich gucke zurück.

Der*die Autor*in:
Ika Elvau beteiligt sich künstlerisch und aktivistisch an der Schaffung einer Gesellschaft ohne (Geschlechter-)Hierarchien.
Zuletzt erschien von Ika Elvau 2014 der Band „Inter*Trans*Express. Eine Reise an und über Geschlechtergrenzen“ in der edition assemblage.