Esto Mader, Cora Schmechel, Kim Kawalska, Alex Steinweg (Hg.)

Gegendiagnose II

Beiträge zur radikalen Kritik an Psychologie und Psychiatrie

Broschur | 140*205mm

288 Seiten | 19,80€

978-396042-063-7 | 2-973

Mai 2019

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Bald vier Jahre ist es her, seitdem der erste „Gegendiagnose“- Band der Reihe Get Well Soon! zur kritischen Analyse von Psycho- und Gesundheitspolitik erschienen ist. Im zweiten Band liegt der Schwerpunkt auf den Momenten, in denen „wir“ uns pathologisieren und selbst regieren und welche Rolle dabei Begriffe wie psychische Gesundheit und Krankheit, Normalität und Eigenverantwortung spielen. Die ‚zweite Gegendiagnose‘ zeichnet sich durch eine große Vielfalt an expliziter und reflektierter Diversität der Perspektiven aus, ebenso durch eine Varianz der Beitragsformen. Von wissenschaftlicher abstrakter Theoriearbeit und Analyse über autoethnografische Zugänge bis hin zu sehr persönlichen Erfahrungsberichten und Prosa, von der Betroffenen- über die Angehörigen-Perspektive bis hin zu der Perspektive der ‚Professionellen‘ sind vertreten. Dieses Nebeneinander der Perspektiven ist als Kritik an der vorherrschenden Definitionsgewalt der Psy-Disziplinen und ihrer Institutionen zu verstehen. Die Beiträge analysieren Mechanismen und Auswirkungen des neoliberalen psychologischen_psychiatrischen Gesundheitssystems und fragen nach Widerstandsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen.

Die Herausgeber*innen:
Esto Mader ist als queer-feministische_r Aktivist_in unterwegs und macht als Ally Support im engsten/ familiären Umfeld. E* hat Soziologie, Gender Studies und Medienwissenschaft an diversen Universitäten studiert und promoviert zu Handlungsfähigkeit in queeren Räumen in Berlin.
Cora Schmechel studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Gender Studies, promoviert derzeit und ist seit Jahren aktivistisch und publizistisch zu den Themenfeldern Körper, Geschlecht und Psycho-Pathologisierung tätig.
Alex Steinweg studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt diversitätsbewusste Sozialpädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Derzeit promoviert er zum Thema Kritik an der Naturalisierung von psychosozialen Krisen und sucht nach langfristigen Lösungen sich die Promotion, aktive Elternschaft und linken Aktivismus zu ermöglichen.
Kim Kawalska ist in antipsychiatrischen Zusammenhängen aktiv und studiert Sound Studies and Sonic Arts an der UDK Berlin.

Termine:

Buchvorstellung auf den Linken Buchtagen in Berlin: 18.05.2019, 14.00 Uhr im Clash im Rahmen der Linken Buchtage.