Cover von "Die Ent_Täuschung des weißen Blicks"
Ent-Täuschung des weißen Blicks
Rassismussensible Strategien für eine ideologiekritische Filmanalyse Julia Dittmann Paperback, 598 Seiten
162 x 235mm
978-3-96042-044-6 / 2-973
38,00 Euro
Erschienen 12/2019
Paperback, 598 Seiten
162 x 235mm
978-3-96042-044-6 / 2-973
38,00 Euro
Erschienen 12/2019

Inhalt

Das Buch „Ent-Täuschung des weißen Blicks. Rassismussensible Strategien für eine ideologiekritische Filmanalyse“ ist ein Handbuch für alle, die Rassismus in Filmen identifizieren und dekonstruieren möchten. Durch die Re-Lektüre des Ursprungstextes der feministischen Filmtheorie wird die Grammatik rassifizierter Repräsentation, die bislang vor allem von Schwarzen Theoretiker_innen in verschiedenen Einzelwerken erarbeitet wurde, zusammengeführt und systematisiert.


Für diese Systematisierung liest Julia Dittmann den Ursprungstext der feministischen Filmtheorie „Visual Pleasure and Narrative Cinema“ von Laura Mulvey mit einer spezifizierten Lesart des symbolischen Phallus nach Lacan und weitet Mulveys gendersensiblen Analyseansatz zu einer diversitätssensiblen Analysemöglichkeit von Filmtexten aus. Die als Fazit entstehende und einfach zu handhabende Analysematrix fokussiert rassismussensible Strategien für eine ideologiekritische Filmanalyse.


Zur Entwicklung dieser Analysematrix wird die in okzidentale Mainstream-Spielfilme eingeschriebene Ideologie des Rassismus anhand der Blockbuster Eine Weiße unter Kannibalen (D 1921), Geschichte einer Nonne (USA 1959), Jenseits von Afrika (USA 1986) und Die weiße Massai (D 2005) offengelegt und inszenatorische Gegenstrategien anhand des Third Cinema-Klassikers La Noire de… (Kamerun/Fr 1966) von Ousmane Sembène aufgezeigt.


Autorin

Julia Dittmann — Julia Dittmann promovierte in Medienwissenschaften an der Universität Bayreuth. Mehr Infos

Leseprobe / Cover

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Pressestimmen (1)

Mit Lima Sayeds Buch Weiße Helden im Film und Julia Dittmanns [Buch] Ent-Täuschung des weißen Blicks: Rassismussensible Strategien für eine ideologiekritische Filmanalyse liegen nun zwei Arbeiten vor, die mit der Untersuchung rassistischer Konstruktionen in Mainstream-Filmen Ansätze der Kritischen Weißseinsforschung mit der Filmanalyse verbinden. Angesichts der virulenten Ereignisse und der globalen Entwicklungen sind derartige Arbeiten in ihrer Bedeutsamkeit für die Medien- und Kulturwissenschaften kaum hoch genug zu schätzen. […] Ihre mehr als 340-seitige, an vielen Stellen sehr spannend beschriebene und sinnvoll bebilderte ideologiekritische Analyse führt sie an vier amerikanischen wie deutschen Mainstreamfilmen durch, die eine weibliche weiße Figur als Protagonistin in einem Afrikakontext zeigen. […] Bemerkenswert ist, dass Dittmann in ihren Analysen auch immer wieder einigen Gegenlesarten Raum lässt und so der filmischen Ambiguität zumindest teilweise Raum lässt. […] Die Analysematrix, die Dittmann am Ende ihrer Arbeit als Fazit anbietet und die sich umfassend auf die untersuchbaren filmischen Ebenen bezieht, liefern – ähnlich wie bei Sayed – Möglichkeiten der Identifikation ‚rassialisierender‘ Strategien in Filmen. […] In ihrer Gesamtschau liefern beide Bücher […] immens produktive rassismuskritische Perspektiven und methodische Ansätze für das Feld der Filmkultur. […] Künftige Forscher_innen im Themenfeld ‚Kritische Weißseinsforschung und Film‘, deren Zahl hoffentlich noch steigen möge, werden in ihrer Auseinandersetzung kaum an Sayeds und Dittmanns Arbeiten vorbeikommen. —  Ömer Alkin, MEDIENwissenschaft, Ausgabe 02-03/2020. S. 269-273