Frans Scholten

Die Revolte bin ich – 40 Jahre ‚radikal‘

Teil I von II Bänden

Broschur | 140*205 mm

ca. 224 Seiten | ca. 16 €

ISBN 978-3-96042-084-2 | WG 2-973

ca. Oktober 2020

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Revolte und Bewegung – Die linksradikale Zeitschrift ‚radikal‘ ist seit 1976 (bis ins Jahr 2019) ein Teil dieser Symbiose. Insofern ist sie bis heute das Medium, welches sich über Aktion, Militanz und Revolte auseinandersetzt. Neben der Selbstdarstellung verschiedener Redaktionen und ihren jeweiligen Betrachtungsweisen fließen aber auch die Erfahrungen von Zeitzeug_innen mit ein, basierend auf persönlichen, ja autobiographischen Hintergründen, die, eingebettet in den jeweiligen Kontext, ihre Eindrücke und Ansätze vermitteln. So entsteht allmählich ein oszillierendes Bild linksradikaler Geschichte, über die Beat-Revolte in Leipzig zur Revolte ‘68 hin zu den Spontis, zu den K-Gruppen bis zum bewaffneten Kampf sowie der neuen Umweltbewegung und den späteren Hausbesetzungen. Für ein Anti-Geschichtsbuch, wie es sich der Autor vorstellen mag, braucht es allerdings mehr als eine originelle Zeitreise, es braucht eine weiterführende Vorstellung von einer linksradikalen Bewegungslehre; genauso wie es eine Bereitschaft dazu braucht, sich auf die Vielfalt einzulassen, die eine Genealogie der Revolte voraussetzt, um sich selbst neu bestimmen zu können.

Der Autor

Frans Scholten hat rund zehn Jahre an dem Projekt ‚radikal‘ mitgemacht. Aus dieser Erfahrung rührt nun sein Interesse linksradikale Geschichte erfahrbar zu machen. 2014 erschien in der edition assemblage sein Roman „die ‘krautz. punks und heroin.“

Zu dem Titelbild:
Eine demonstrierende Person steht mit einem Pflasterstein in der rechten Hand vor einer Tapete mit Blümchenmuster. Diese Person stammt aus einem Foto von Thomas Grziwa, der es hier bespricht. Als Plakat war es Anfang der 80er Jahre in vielen linken Zentren zu sehen war. In dem „Plakatebuch“ hoch-die-kampf-dem heißt es dazu: „Das Bild zeigt den wohl am berühmtesten gewordenen Steinewerfer in der Bundesrepublik. Es wurde zu einem Symbol der Jugendrevolte der frühen 80er Jahre und zierte auch mal ein Titelbild des »Spiegel«. Es wurde während der misslungenen 25 Jahre Geburtstagsparty der Bundeswehr am 6. Mai 1980 am Bremer Weserstadion aufgenommen.“
Der Buchumschlag wurde von Andreas Hollender (Köln) gestaltet.