Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“

Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß, Salih Alexander Wolter
Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“
farbig, Broschur, TB, 110×180 mm
96 Seiten, 9,80 Euro
ISBN 978-3-942885-42-3 | WG 973
erschienen am 30.11.2012
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Kaum eine Debatte der letzten Jahre wurde in der Intensität geführt, wie die zur Vorhautbeschneidung (Zirkumzision). Interessant ist schon der Debattenverlauf, der nicht mit der Urteilsverkündung des Kölner Landgerichts Anfang Mai 2012 einsetzte, sondern erst sechs Wochen später. Dafür gibt es Gründe. Auffallend war die weitgehende Zurückhaltung von Parlamentarier_innen und der medizinischen Fachgesellschaften – im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Akteur_innen, die eine vehemente Position gegen die Zirkumzision einnahmen. Dieser Band interveniert hier fundiert: Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter beleuchten den Diskursverlauf und erarbeiten im Anschluss an die »Dialektik der Aufklärung« und Michel Foucaults Gouvernementalitätsstudien, wie selbst die geäußerten »atheistischen« Positionen von einem protestantisch-christlichen Religionsverständnis, von Herrschaft sowie rassistischen – antisemitischen und antimuslimischen – Einstellungen durchwoben sind. Heinz-Jürgen Voß untersucht die medizinischen Studien zur Auswirkung der Vorhautbeschneidung und stellt die Ergebnisse klar vor.

Zülfukar Çetin (Berlin): Antidiskriminierungsberater bei Opferperspektive e.V., arbeitet zu Kritischer Migrations- und Queer Theorie.
Heinz-Jürgen Voß (Hannover) arbeitet zu medizin- und biologieethischen und -geschichtlichen Themen.
Salih Alexander Wolter (Berlin) engagiert sich publizistisch und aktivistisch für linke Queerpolitik und gegen Rassismus.

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Pressemitteilung vom 20.11.2012 [PDF]

Rezensionen | Medien

Rezension | kritisch-lesen.de, Nr. 25, vom 8.1.13 / Koray Yılmaz-Günay “Nicht zu heilen, viel zu schädlich …”
MiGAZIN-Buchtipp zum Wochenende, 7.12.2012

„Die Beschneidungsdebatte bedeutet eine neue Eskalationsebene des Diskurses der ,Integration’“ schreiben die Herausgeber_innen des Buches „Interventionen gegen die deutsche ,Beschneidungsdebatte’“. Koray Yılmaz-Günay stellt in seiner Rezension heraus, dass es bei dieser Debatte eben nicht nur um medizinische Eingriffe an Jungen geht, sondern immer auch um einen Verhandlungsrahmen innerhalb eines gesamtgesellschaftlichen Kontext, der eben auch auf verschiedenen Machtstrukturen beruht, die dieses Buch zu benennen weiß.

Rezension | taz – die tageszeitung, vom 26. Jan. 13 / Sonja Vogel
„In den Hosen der anderen“
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„Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter fragen, warum ausgerechnet jene, „die über einen mehrheitsdeutschen Hintergrund verfügen, unentwegt über den Verlust der Vorhaut klagen (können), die sie selbst in der Regel besitzen“ […]. Hinter dem Pochen auf das universelle Recht auf „körperliche Unversehrtheit“ lauert nach ihrer Darstellung der Paternalismus gegenüber den Partikularisierten. Es heißt: Wir, die Aufgeklärten und ihr, mit eurer Bringschuld gegenüber unserer fortgeschrittenen Gesellschaft.
Die Blindheit gegenüber einer Realität der Ausgrenzung, die eisern regelt, wer über was sprechen darf, entlarvt die Sprecher selbst als deren Nutznießer. Schließlich bewegen wir uns in einem Kontext, in dem die christlich säkularisierte Mehrheit die „jüdisch-christliche Tradition“, die sie nun aufkündigt, erst konstruiert hatte – um eine lange Tradition des Antisemitismus vergessen zu machen – in dem sich die antiislamische Kulturkampf-These etabliert hat.“

Rezension |Humanistische Pressedienst (hpd), vom 06.02.2013, Nr. 14968 / Gunnar Schede
„Religionskritik als Sprachrohr des Rassismus“
.

Der „Humanistische Pressedienst“ (hpd) hat – wie zu erwarten – mit anderer Sicht, aber dennoch sehr zur Lektüre einladend und mit Verlinkung auf den „religionskritischen“ Online-Shop „Denkladen – Bücher fürs Diesseits“, das Buch „Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“” besprochen. In seiner Rezension mit dem Titel „Religionskritik als Sprachrohr des Rassismus“ schreibt Gunnar Schedel unter anderem:

„Heinz-Jürgen Voß setzt sich mit der „medizinischen Basis“ der Debatte auseinander. Er erörtert anhand zahlreicher Studien die Empfindungsfähigkeit des Penis nach einer Beschneidung sowie die Folgen für das Infektionsrisiko […]. Insgesamt überwögen die Vorteile einer Zirkumzision die Nachteile. Ob die Zahlen in dieser Form stimmen, ist für Nichtfachleute nur mit größerem Aufwand zu überprüfen. […] Voß’ Argumentation [bereichert] mit seinem kritischen Blick auf die Auseinandersetzung um „medizinische Definitionsmacht“ die Debatte. […] Çetin & Wolter gehen davon aus, dass die ganze Kontroverse von „einem ehrgeizigen Juristen, der sich einen Namen machen wollte“, lanciert wurde. Indem die Beschneidung in Frage gestellt werde, habe dies für Juden und Muslime zur Folge, „entweder illegal zu handeln oder das Land zu verlassen“. Die ganze Diskussion sehen sie als „neue Eskalationsstufe des Diskurses der ‘Integration’“, der darauf hinauslaufe, „dass die Realität von Migration in Deutschland nichts zu suchen habe“. […] [Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter] operieren mit dem Begriff des „Antimuslimischen Rassismus“, halluzinieren homogene Kollektive und gehen von der Identität von Muslim/in und Migrant/in aus. Welch bizarre Blüten das Denken in diesen Kategorien hervorbringt, zeigt das im aktuellen Heft der Zeitschrift konkret veröffentlichte Interview mit dem Sozialwissenschaftler Vassilis Tsianos.”

Da in der Rezension von Gunnar Schedel explizit angesprochen: Wir beabsichtigten Veröffentlichungen zu Religion und Autorität, die die spezifischen historischen Bedingungen in Deutschland reflektieren. Dafür halten wir die in dem Band “Interventionen gegen die deutsche “Beschneidungsdebatte”" klar dargelegten Kritiken an Rassismus und Antisemitismus für unverzichtbar. Hier ist die komplette “Verlegerische Notiz” verlinkt, wie sie im Band abgedruckt ist.

Rezension | analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis, Nr. 580 vom 15.2.2013 / Lisa Krall „Rezension “.

Ende 2012 erschien das Buch »Interventionen gegen die deutsche Beschneidungsdebatte« als zeitnahe Reaktion auf die im Sommer so hitzig geführte Diskussion. Die drei AutorInnen liefern eine kritische Analyse und Hintergrundinformationen zu der Debatte, die von antimuslimischen und antisemitischen Tendenzen sowie Unwissen über Vorhautbeschneidungen geprägt war. Im ersten Teil machen Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter darauf aufmerksam, dass es sich in der Diskussion um das Verbot von religiös motivierter Zirkumzision keinesfalls um den Konflikt zwischen Religionsfreiheit und körperlicher Unversehrtheit handle. Mit Rekurs auf Adornos und Horkheimers »Dialektik der Aufklärung« arbeiten sie heraus, wie Angst davor geschürt wurde, christlich-demokratische Werte zu verlieren und die »Existenz der abendländischen Zivilisation von der Existenz der Vorhaut des Mannes abhängig gemacht wird«. Im zweiten Teil liefert Heinz-Jürgen Voß einen Überblick über Studien, die sich mit Folgewirkungen von Vorhautbeschneidungen befassen. Bei der differenzierten Betrachtung zahlreicher Studien wird klar, dass das gesundheitliche Risiko einer Zirkumzision keinesfalls jenes Ausmaß hat, welches durch die GegnerInnen beschrieben wurde. Bleibt zu hoffen, dass sich eine kritische Auseinandersetzung gemäß dem Wunsch der AutorInnen über die Fachkreise hinaus etabliert – ein Blick in den kleinen Band lohnt sich dafür allemal.

Rezension | marx21.de, Nr. 29, Februar/März 2013, S.91 / Christine Buchholz Marx21

„Buch des Monats … Das kleine, handliche und verständlich geschriebene Buch liefert nicht nur wichtige sachliche Argumente. Es ist vor allem deshalb so wertvoll, weil es gezielt in die Debatte innerhalb der gesellschaftlichen Linken eingreift. Denn es gehört zu den Paradoxien der Beschneidungsdebatte, dass Politiker von CDU und FDP Ansichten im Sinne einer toleranten, multikulturellen Gesellschaft vertreten haben, während die Positionen, die praktisch die Religionsfreiheit infrage gestellt haben, aus den Reihen von SPD, Grünen und LINKEN kamen.“

Rezension | Zeitschrift der Österreichischen HochschülerInnenschaft unique, April.2013 / Hagen Blix unique

„Im ersten Teil des Buches zeigen Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter auf, dass das Verschmelzen von antimuslimischem Ressentiment und Antisemitismus in der Debatte kein Zufall ist. Die Grundstruktur der vorgebrachten Kritik ist von Argumentationsmustern einer protestantischen ‚Zivilisierungsmission‘ durchdrungen. […] Im zweiten Teil stellt der kritische Biologe Heinz-Jürgen Voß der ‚Wissenschaftlichkeit‘ der Beschneidungsgegner_innen eine Übersicht über medizinische Untersuchungen zur Beschneidung entgegen. Diese zeigen, dass deren Behauptungen so unhaltbar sind wie Vergleiche mit der Zwangsoperation Intersexueller oder weiblicher Genitalverstümmelung unangebracht und misogyn.“

Rezension | Zeitschrift der Initiative Minderheiten, Nr. 86, S.33 / Petra M. Springer Zeitschrift.

„Die Autoren weisen darauf hin, dass die Beschneidungsdebatte als Teil des Integrationsdiskurses zu sehen ist. Es werde nicht gleichberechtigt diskutiert und man könne nicht körperliche Selbstbestimmung und Religion einfach gegenüberstellen. Die Diskussion finde in einem gesellschaftlichen Rahmen statt, der von normativen Setzungen und von Herrschaft geprägt ist. Vor allem die westliche, weiße, primär männliche, heteronormative und christlich/protestantische Gesellschaft würde sich aufgrund der Beschneidung von Muslimen und Juden bedroht fühlen. Unter dem Deckmantel der Menschen- und Kinderrechte verberge sich letztendlich anti muslimischer Rassismus und latenter Antisemitismus.“

Rezension | querelles-net, vom Februar 2013 / Simone Emmert querelles.

„Die Autoren weisen darauf hin, dass die Beschneidungsdebatte als Teil des Integrationsdiskurses zu sehen ist. Es werde nicht gleichberechtigt diskutiert und man könne nicht körperliche Selbstbestimmung und Religion einfach gegenüberstellen. Die Diskussion finde in einem gesellschaftlichen Rahmen statt, der von normativen Setzungen und von Herrschaft geprägt ist. Vor allem die westliche, weiße, primär männliche, heteronormative und christlich/protestantische Gesellschaft würde sich aufgrund der Beschneidung von Muslimen und Juden bedroht fühlen. Unter dem Deckmantel der Menschen- und Kinderrechte verberge sich letztendlich anti muslimischer Rassismus und latenter Antisemitismus.“

Rezension | Rosen auf den Weg gestreut pdf

“Mit Adorno, Horkheimer und Foucault arbeiten die Autoren die christliche Prägung des Konzepts der Religionsfreiheit, wie sie gegen die Beschneidung in Anschlag gebracht wird, heraus und kritisieren den normativen Anspruch der Wissenschaft in der kapitalistischen Gesellschaft. Im Alltag schlägt sich dieser in einem nicht nur fach-idiotischen Expertentum nieder [...]. Der Band bietet wertvolle Argumente für Interventionen gegen den Antisemitismus und Rassismus, die in der Beschneidungsdebatte virulent geworden sind. Interventionen, die sich – auch wenn diese Debatte vorläufig vorbei ist – lohnen.”

Rezension | ZAG – Antirassistische Zeitschrift, Nr. 63, Schwerpunktrezension / Andreas Nowak
Das Heft kann hier bestellt werden: http://www.zag-berlin.de/

Die Rezension wendet sich zum Schluss den “Beschneidungsgegner_innen” zu und fragt: “Was erhoffen sie sich durch die Abwertung anderer für sich selbst und welche Angebote machen sie an die Dominierenden und die Dominierten. Letztlich bleibt die Frage – und das ist die Gefahr – wie ihre Argumente in den dominanten Diskurs eingespeist werden und sich mit diesem amalgamieren, so dass diese Debatte womöglich nicht nur ein Sommertheater war, sondern eine tiefer greifende Veränderung der Diskurse und der Machtverteilung zuungunsten emanzipativer Kräfte bedeutet.”

Rezension | Zeitschrift “femina politica” Antke Engel
Die Zeitschrift kann hier bestellt werden: www.femina-politica.de

“Interventionen gegen die deutsche ‘Beschneidungsdebatte’” ein – dazu ein kurzer Ausschnitt: “Hinsichtlich der Frage, wie die rassistischen Prämissen und Implikationen der bisherigen Beschneidungsdebatte mit Vorstellungen normativer Heterosexualität und rigider Zweigeschlechtlichkeit verknüpft sind, haben Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter mit ihrem Band ‘Interventionen gegen die deutsche Beschneidungsdebatte’ (2012) bereits verschiedene interessante Vorschläge präsentiert. [...] Neben einer Analyse der in der Debatte wirksamen rassistischen Subjekt- und Gesellschaftsideale und der Macht- und Herrschaftsinteressen beteiligter Subjekte liefert der Band auch pointierte geschlechterpolitische Verweise.”

Rezension | Die Freiheitsliebe – Freihheit und Friede / Julius Jamal vom 16.Juni.2013 Rezension

“Das Buch ist eine wichtige Intervention in eine Debatte, die auch in fortschrittlichen Kreisen zu viel Verwirrung führte und bewusst oder auch unbewusst auch bei einigen fortschrittlichen ZeitgenössInnen rassistisches Gedankengut offenbarte. Die Intervention ist auch mehr als ein Jahr nach Beginn der Debatte noch sehr lesenswert, da sie viel darüber verrät wie Diskussionen in der Gesellschaft geführt werden und wie Medizin als Argument missbraucht wird.”

Kund*innenrezensionen | amazon.de

Bodenhaftung statt “hysterischer” Debatte 13. Dezember 2012

Von Ralf Buchterkirchen [hier]

Die Autoren des bandes leisten Wichtiges in Bezug auf die derzeit impulsiv – teilweise gar “hysterisch” – geführte Debatte um die Vorhautbeschneidung bei Jungen: Sie liefern ein Fundament. Heinz-Jürgen Voß stellt heraus, dass medizinisch einiges für die Vorhautbeschneidung spricht. Harnweginfekte kämen bei 2% der unbeschnittenen Jungen bereits im ersten Lebensjahr vor, hingegen nur bei 0,2% der beschnittenen. Zur Prävention von Krankheiten würden von der Weltgesundheitsorganisation insbesondere in Ländern des afrikanischen Kontinents Vorhautbeschneidungen empfohlen. Gut lesbar bereitet Voß auch den weiteren medizinischen Forschungsstand auf – so diskutiert er Fragen der Sensitivität der Eichel und mögliche psychische Auswirkungen, die mit der Vorhautbeschneidung und dem gesellschaftlichen Umgang mit beschnittenen Jungen verbunden sein können.
Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter nehmen dagegen den Diskurs selbst sowie die populär vorgebrachten Mutmaßungen über die Vorhautbeschneidung in den Blick. Sie zeigen, wie gerade nicht Selbsthilfeorganisationen von vorhautbeschnittenen Männern die Debatte vorantrieben, sondern wie die Debatte geradezu “lanciert” wurde. Insbesondere gehen sie dabei der Rolle des Strafrechtlers Holm Putzke nach. Mit Bezug zu Horheimer und Adorno arbeiten sie heraus, wie in der Debatte – in abendländischer Tradition – selbst in atheistischen Positionen des “Mehrheitsdiskurses” die christliche Trennung von “Körper” und “Seele” vorausgesetzt und andere Positionen als “barbarische”, “noch zu zivilisierende” diskreditiert werden. Die Debatte habe damit an frühere debatten angeschlossen. Hingegen hätten die politischen Entscheidungsträger_innen und die medizinischen Fachkreise weitgehend “unaufgeregt” reagiert – und mit dem aktuell verabschiedeten gesetz dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Religionsfreiheit gleichermaßen Rechnung getragen.
Egal wie man in der Debatte steht, bietet der Band wichtige – und zudem wissenschaftlich fundierte! – Anregungen zum Weiterdenken. Er bietet zugleich die unabdingbare Grundlage, auf der man überhaupt nachdenken kann, wie emanzipatorische Religionskritik aussehen kann.

Von Gebirgsziege [hier]

Wer die Kommentarspalten der letzten Wochen gelesen hat, war schlichtweg schockiert. Dort breitete sich ein vulgärer antimuslimischer und antisemitischer Hass aus. Daher ist dieses Buch wichtig. Es setzt diesem Hass etwas entgegen: Wissen! Den drei Autoren gelingt es sowohl den Debattenverlauf der “Beschneidungsdebatte” in Deutschland minutiös nachzuzeichnen und sich fundiert mit Argumenten in der Debatte – aus Basis “Kritischer Theorie” – auseinanderzusetzen. Im Anschluss daran wird auch den Vorannahmen in Bezug auf Empfindungsfähigkeit unbeschnittener und beschnittener Penisse der aktuelle medizinische Kenntnisstand entgegengestellt. Auch wenn damit letztlich wieder Medizin zentral bleibt, scheint auch die medizinische Argumentation in dieser Debatte nötig. Hochachtung für diesen klugen Band!

Diskussion:

Das Buch “Interventionen gegen die deutsche “Beschneidungsdebatte”" wurde im Dezember 2012 im Berliner /Allmende e.V. – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur/ vorgestellt. Es ergaben sich dort gute Diskussionen. Der Beitrag “Eine Tradition im Fokus” auf der Plattform /Mulimische Stimmen – Unabhängiges Projekt für Pluralismus und Austausch/ gibt nun einen guten Bericht von der Diskussionsveranstaltung, der hier nachzulesen ist: http://muslimische-stimmen.de/beitraege-single/article/eine-tradition-im-fokus/ .

Gunda-Werner-Institut: Beschneidung von Jungs – online Debatte
Dort: Bereits die Frage ist falsch gestellt von Heinz-Jürgen Voß und Zülfukar Çetin

Termine:

Buchvorstellung in Berlin
Sonntag, d. 2. Dezember 2012, 15-17 Uhr in den schönen Räumen von Allmende – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur, Berlin-Kreuzberg, Kottbusser Damm 25/26 (Nähe U-Bahnhof Hermannplatz). Moderation: Yasemin Shooman. Die drei Autoren werden anwesend sein.

Buchvorstellung in Leipzig
Die deutsche Beschneidungsdebatte – Antisemitismus – Rassismus – Atheismus – Montag der 4. Februar 2013, 19 Uhr. Ort: Bibliotheca Albertina, Vortragssaal
Beethovenstraße 6 (04107 Leipzig) .
Veranstalter: Referat für Gleichstellung des Stura der Uni Leipzig in Kooperation mit linXXnet e.V. Weitere Informationen: hier.

Berlin, Samstag, 11. Mai, 15:00 Uhr
Die Beschneidungsdebatte und ihre Konsequenzen
mit Christine Buchholz [Die Linke, Friedenspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion], Heinz-Jürgen Voß [Hrsg. »Interventionen gegen die deutsche Beschneidungsdebatte«], Koray Yılmaz-Günay [RLS, Referent für
Migration]
Eine Veranstaltung im Rahmen von MARX IS MUSS
Infos: http://marxismuss2013.wordpress.com

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