History is unwritten

Was macht die Linke mit Geschichte?
25 Antworten und Wortmeldungen aus Aktivismus, Kunst und Wissenschaft.

AutorInnenkollektiv Loukanikos (Hg.)
History is unwritten
Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft
Ein Lesebuch
Broschur, 140×205 mm
400 Seiten, 19.80 EUR [D]
ISBN 978-3-942885-77-5 | WG 973
Neuerscheinung März/April 2015

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In History is unwritten diskutieren historisch Forschende, Autor*innen, Künstler*innen und politische Initiativen in 25 Wortmeldungen, wie ein emanzipatorischer Umgang mit Geschichte heute aussehen könnte.
Ob Kolonialismus im Kasten oder Tränen in der Wissenschaft, ob Rosa Luxemburg oder Subcomandante Marcos, ob Ausgraben und Erinnern oder Kämpfen und Zweifeln – zusammen ergeben die Beiträge einen vielfältigen Eindruck von einer Linken, die sich um die Vergangenheit scheren muss, wenn sie etwas von der Zukunft will.
Die Publikation ist die erweiterte Dokumentation der gleich-namigen Konferenz in Berlin im Dezember 2013.

Inhalt
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Die Autor*innen:
AutorInnenkollektiv Loukanikos, Bernd Hüttner, tippel orchestra, Wolfgang Uellenberg, David Mayer, Cornelia Siebeck, Florian Grams, Dominik Nagl, Susanne Götze, Anton Tantner, gruppe audioscript, Bündnis Rosa&Karl, Saskia Helbling und Katharina Rhein (Initiative Ehemaliges Polizeigefängnis Klapperfeld/Faites votre jeu!), Chris Rotmund (Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark), Katharina Morawek und Lisa Bolyos, Ralf Hoffrogge, Renate Hürtgen, Bini Adamczak, Dörte Lerp und Susann Lewerenz (Initiative „Kolonialismus im Kasten?“), Antifaschistische Initiative Moabit, Claudia Krieg, Max Lill, Christiane Leidinger und Ingeborg Boxhammer, Friedemann Affolderbach und Uwe Hirschfeld, Gottfried Oy und Christoph Schneider.

Die HerausgeberInnen:
Das AutorInnenkollektiv Loukanikos wurde im Jahr 2010 gegründet und ist seitdem im Bereich kritischer linker Geschichtspolitik und -wissenschaft aktiv. Es besteht aus Jana König, Till Sträter, Henning Fischer, Uwe Fuhrmann und Elisabeth Steffen. Zusammengebracht hat sie das Interesse, gegenüber wissenschaftlicher Vereinzelung und Konkurrenzlogik eine kollektive und solidarische Arbeitsweise zu entwickeln.Seither denken, diskutieren, organisieren und schreiben sie oft gemeinsam.
Im Jahr 2012 erschien der gemeinsam herausgegebene Sammelband „Zwischen Ignoranz und Inszenierung. Die Bedeutung von Mythos und Geschichte für die Gegenwart der Nation” (Verlag Westfälisches Dampfboot), im Jahr darauf organisierte das Kollektiv die Konferenz „History is unwritten. Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft“ in Berlin. Mittlerweile ist das AK Loukanikos auch hin und wieder in der Bildungsarbeit tätig.

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Dateien
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Medien:

Rezension von Renate Hürtgen in SoZ 9/2015; auch hier:

“Verschiedene Autorinnen und Autoren problematisieren, dass es inzwischen eine breite «Institutionalisierung» der offiziellen Gedenkkultur gibt und linke Erinnerungskultur weniger nach «weißen Flecken» zu suchen hat, dafür eher die Art und Weise ihres Intervenierens neu bestimmen muss.”

Rezension von Jan Böhnkost in sozial.geschichte online, Heft 16/2015

“Das AutorInnenkollektiv Loukanikos macht hier erfahrbar, welche kritische intellektuelle Handlungsfähigkeit daraus entstehen kann, wenn mensch sich nicht in weitgehender Vereinzelung dem neoliberalen Universitätsbetrieb ergibt. Dafür gebührt ihnen alle Aufmerksamkeit.”

Rezension von Peter Nowak in Neues Deutschland vom 02.09.2015; auch hier:

“Unter dem Titel »History is unwritten« hat der Arbeitskreis Loukanikos jetzt ein Buch herausgegeben, das auf einer Konferenz beruht, und doch weit über die damaligen Beiträge hinaus geht. Die 25 Aufsätze geben einen guten Überblick über den Stand der linken Geschichtsdebatte in Deutschland. Die Suche nach einer neuen linken Perspektive in der geschichtspolitischen Auseinandersetzung und die Frage, welche Bedeutung linken Mythen hierbei zukommt, benennen die Herausgeber als roten Faden des Buches.”

Rezension von Renate Hürtgen für die Rosa-Luxemburg-Stiftung | PDF:

“Die engagierte und durchaus kontrovers vorgetragene Art und Weise wie die Autor/innen ihren Gegenstand behandeln, unterscheidet ihn wohltuend von jedem noch so fachlich qualifizierten Tagungsband einer etablierten wissenschaftlichen Institution”

Rezension | konkret
buch des monats von Johannes Spohr in: konkret, 4/2015 – online: hier:

“Für das ausgesprochen debattenfreundliche Projekt haben die Beteiligten jede Menge soziales, ökonomisches und kulturelles Kapital aufgewendet, Drittmittel eingefahren, an Selbstkritik nicht gespart und einen linken Publikumsverlag gefunden der die ‘wissenschaftliche Schieflage’ (Loukanikos) der Konferenz wettmacht.”

Rezension von Peter Nowak in kritisch-lesen.de (36/2015)

“Der 400-seitige Sammelband ist eine Dokumentation der Breite und des
gedanklichen Reichtums der Positionen und Diskussionen, die unter den
Stichworten „Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft“
verhandelt wurden [und] deren Gesamtschau ein vielfältiges und zugleich
dichtes Panorama aktueller Debatten in den kritischen
geschichtspolitischen Debatten ergibt. […] Zahlreiche weitere Beiträge
des Bandes setzen sich mit theoretischen und methodologischen
Grundfragen hinsichtlich des Schreibens von Geschichte und der
Darstellbarkeit des Vergangenen auseinander, umfassen Positionierungen
zu bedeutenden Historikern des 20. Jahrhunderts und ergänzen diese
Beiträge um aktivistische, erinnerungspolitische Perspektivierungen.”

“Doch nicht bloß in rein akademischen Kontexten entstehen anspruchsvolle
Auseinandersetzungen mit Geschichte, wie der Sammelband „History is
unwritten“ verdeutlicht, in dem auf die bedeutungsvolle
nicht-akademische Dimension und gesellschaftliche Funktion von
Geschichtsinterpretationen hingewiesen wird.”

Memoria, Gedenken und Geschichte. Neue Forschungsarbeiten thematisieren Vergangenheitsbezüge als Politikum und transnationales Phänomen. Von Patrick Eser auf literaturkritik.de

Termine

4. April Hannover, Raschplatzpavillon

5. April Köln, Alte Feuerwache

23. Juni Bamberg, Freie Uni Bamberg

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