Antikapitalismus von rechts?

Studien zur extremen Rechten, Band 1
Erste umfassende Untersuchung der Wirtschafts- und Sozialpolitik der NPD.

Hendrik Puls
Antikapitalismus von rechts?
Wirtschafts- und sozialpolitische Positionen der NPD
Studien zur extremen Rechten, Band 1
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 3
farb. Broschur, 144 Seiten, 16.80 EUR [D]
ISBN 978-3-942885-04-1
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Die „soziale Frage “, glaubt ein „Vordenker“ der extrem rechten NPD, sei das „politische Schlachtfeld“, auf dem sich die „Zukunft der nationalen Opposition und damit des deutschen Volkes“ entscheide. Folglich hat die Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Agitation der Partei an Bedeutung gewonnen. Unter dem Motto „Sozial geht nur national“ verspricht die NPD, Wohlfahrtsleistungen an „völkische“ Zugehörigkeit zu binden und so den „Deutschen“ im Verteilungskampf um die knapper werdenden Ressourcen des Sozialstaates einen Vorteil zu verschaffen. Die NPD möchte sich nicht nur als „Anwalt der kleinen Leute“ profilieren, sondern auch als „Systemalternative“ wahrgenommen werden. Hat die Neonazi-Partei einen „Antikapitalismus von rechts“ entwickelt?
Anhand einer umfangreichen Untersuchung der Parteizeitung ‚Deutsche Stimme‘ (1998-2010) werden die sozial- und wirtschaftspolitischen Positionen der NPD analysiert. Neben ihrem Verständnis von Kapitalismus werden die von der NPD formulierten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen „Alternativen“ untersucht.

Der Autor
Hendrik Puls ist Soziologe und arbeitet als Journalist. Letzte Veröffentlichung: „Der ganze Alltag, das ganze Leben bestand eigentlich nur aus Nazi sein, Naziwelt leben und Naziaktivismus.“ Zur Lebenswelt ‚Autonomer Nationalisten‘ zwischen politischen Aktionen und individuellem Alltag, in: Alexander Häusler/Jan Schedler (Hrsg.): Autonome Nationalisten. Neonazis im neuen Gewand, VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2011.

Leseauszug

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Cover in Druckqualität [JPG]
Presseinfo vom 21.8.2012 [PDF]

Über dieses Buch:

„Mit lockerem Schreibstil und trotzdem wissenschaftlich fundiert beschreibt Puls ausführlich diesen wesentlichen Aspekt der Ideologie der NPD. Das Buch ist eine sinnvolle und lesenswerte Ergänzung zu den zahlreichen Gesamtdarstellungen der NPD.“

Monitor. Rundbrief des apabiz e.V ( Nr. 56)

„Dem journalistisch geschulten Autor gelingt es, die wesentlichen Punkte zu verdichten und sie in ihren historischen Kontext zu setzen und gleichzeitig eine wissenschaftliche Arbeit gut lesbar darzustellen. Die Veröffentlichung spricht so ein Publikum an, das über einen kleinen ExpertInnenkreis hinausgeht.“

Johannes Lohmann in Lotta – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen Nr. 49

„Einer Frequenzanalyse der inhaltlichen Kategorien folgt eine eingehende Explikation der einzelnen Kategorien, bei der allerdings die Ideologiekritik stellenweise zu kurz kommt. Informativ ist der Vergleich der derzeitigen wirtschafts- und sozialpolitischen Diskussion der NPD mit den Diskursen der radikalen Rechten der Zwischenkriegszeit. Hier gelingt es dem Autor, die Kontinuitäten überzeugend herauszuarbeiten. (…) Die materialreiche Arbeit ist nicht nur für Rechtsextremismusforscher von Interesse, sondern richtet sich auch an politisch Interessierte. Dem Autor gelingt es anschaulich zu zeigen, wie die extreme Rechte versucht, auf Diskurse der politischen Mitte Einfluss zu nehmen, und welche Ideologie hinter manch wohlfeilem Schlagwort steckt.“

Dr. Christoph Busch in Portal für Politikwissenschaft, 25.10.2012

“Insgesamt gesehen handelt es sich bei dem Buch um eine gute und kenntnisreiche Einführung in die wirtschafts- und sozialpolitische Konzeption der NPD. Erwähnenswert ist vor allem Puls‘ Nachweis, dass sich die NPD bei ihrem Konzept der raumorientierten Volkswirtschaft auf Vorbilder des Nationalsozialismus und der antidemokratischen „Konservativen Revolution“ stützt.”

Michael Lausber, http://www.diss-duisburg.de/category/dissjournal/“>Diss-Journal Nr. 24 (2012)

“Ein sehr nützliches Werk.”
Gerd Bedszent, Rezension in junge welt vom 21.11.2012

Vortragstermine:
April 2013

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