Frauen der Unterwelt
Queerfeministische Antworten auf Psychiatriegewalt, Sexismus und Ableismus Tine Rahel Völcker (Ed.) Paperback, 144 pages
140 x 205mm
978-3-96042-109-2 / 2-973
15,00 Euro
Publication Date 09/2021
Mit Illustrationen von Moana Vonstadl
Paperback, 144 pages
140 x 205mm
978-3-96042-109-2 / 2-973
15,00 Euro
Publication Date 09/2021
Mit Illustrationen von Moana Vonstadl

Content

Das zugleich empowernde und einfühlsame Theaterstück über sieben weibliche Opfer der NS-„Euthanasie“ zeigt eine neue Perspektive auf „die hysterische Frau“.

Sie waren eigensinnig und verletzlich. Sie rebellierten gegen die engen Grenzen, die ihnen auferlegt waren. Sie wurden krank durch erlittene Gewalt, Diskriminierung oder Armut – und in der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein vergast. Frauen der Unterwelt geht den Biografien von sieben kraftvollen Frauen nach, die als Opfer der sogenannten NS-Krankenmorde jahrzehntelang verschwiegen wurden. Als Theaterfiguren erzählen sie nun erstmals ihre Geschichten – jenseits der Diagnosen und Urteile, die einst über sie gefällt wurden. Ihre Geschichten lassen sich nicht mehr ändern, wohl aber die Geschichtsschreibung!


Neben dem Stücktext kommen Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen zu Wort, die sich aus unterschiedlichen Positionen heraus mit NS-„Euthanasie“, Ableismus, Pathologisierung von Weiblichkeit* und Transidentität und aktuellen Formen psychiatrischer Gewalt beschäftigen.


Die Beiträge stellen die traditionelle Bewertung psychischer Krankheiten in Frage und eröffnen einen Handlungsraum jenseits des „Normalen“.


Visuell wird der Band von fünf Zeichnungen Moana Vonstadls begleitet, die eigens für diesen Band entstanden sind. Moana Vonstadl experimentiert als Zeichnerin und Filmemacherin mit Motiven, die das Wilde und vermeintlich Dämonische als Aspekte von Weiblichkeit* positiv oder wertfrei wieder inkorporieren.


With contributions from Tine Rahel Völcker, Cora Schmechel, Rebecca Maskos, Eliah Lüthi and Moana Vonstadl.

Editor

Tine Rahel Völcker — Tine Rahel Völcker ist Autorin von Theaterstücken, Hörspielen und Prosa. Ihre Arbeiten thematisieren häufig die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen und suchen Wege über Gewalt zu sprechen, ohne sie zu reproduzieren. 2020 erschien ihr Prosadebüt Chantal Akermans Verschwinden. Les Rendez-vous de Tarnów. read more

With contributions from Tine Rahel Völcker, Cora Schmechel, Rebecca Maskos, Eliah Lüthi and Moana Vonstadl.

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