Auf einem grün-weißen Karomuster ist mittig ein weißes Quadrat, auf dem Titel, Untertitel und Herausgeber_innenname stehen. Unter dem Karomuster ist ein weißer Balken, auf dem links das edition assemblage Logo und rechts ein abstrahiertes Kinderlätzchen platziert ist. Links neben dem Lätzchen steht "Kitchen Politics Queerfeministische Interventionen".
Mehr als Selbstbestimmung! Kämpfe für reproduktive Gerechtigkeit
Mit einem Grundlagentext von Loretta J. Ross kitchen politics (Ed.) Series: kitchen politics
Paperback, 144 pages
110 x 180mm
978-3-96042-110-8 / 2-973
9,80 Euro
Publication Date 05/2021
Series: kitchen politics
Paperback, 144 pages
110 x 180mm
978-3-96042-110-8 / 2-973
9,80 Euro
Publication Date 05/2021

Content

Reproduktive Gerechtigkeit steht für mehr als Selbstbestimmung und hinterfragt strukturelle Gewaltverhältnisse rund um das Kinderkriegen. Der Band diskutiert intersektionale Allianzen und versammelt Analysen, Erfahrungen und Statements zum Thema.

Reproduktive Gerechtigkeit meint mehr als das Recht, sich für oder gegen Kinderkriegen zu entscheiden. Reproduktive Gerechtigkeit umfasst das Recht, Kinder frei von Gewalt und unter guten Lebensbedingungen großzuziehen und mit ihnen in verschiedensten Konstellationen zusammenzuleben. Reproduktive Gerechtigkeit nimmt tief verankerte Ausschlüsse und Formen der Gewalt unter die Lupe und lässt sich nicht losgelöst von kolonialer und kapitalistischer Ausbeutung, der Kriminalisierung von Migration, Institutionen der Einsperrung und behindernden Strukturen denken.


Loretta J. Ross ist eine der Schwarzen Feminist*innen, die dieses Konzept 1994 in den USA entwickelten. Sie schlägt reproduktive Gerechtigkeit als anti-essentialistischen Rahmen für intersektionale Allianzen vor. An einen Text von ihr anschließend versammelt der Band vielstimmige Analysen, Gespräche und Statements, zum Beispiel von diversen Kollektiven und Netzwerken, von Jin Haritaworn, Anthea Kyere und Susanne Schultz.


With contributions from Loretta J. Ross, Susanne Schultz, Jin Haritaworn and Anthea Kyere.

Editors & Series

kitchen politics — Das Herausgeber*innen-Kollektiv Kitchen Politics begreift queerfeministische Theorie und Praxis als Bestandteil linker Gesellschaftskritik, möchte Verbindungslinien zwischen verschiedenen politischen Diskussionen ziehen und mit klaren Analysen und leidenschaftlicher Kritik in aktuelle Debatten intervenieren. read more

With contributions from Loretta J. Ross, Susanne Schultz, Jin Haritaworn and Anthea Kyere.

Reading Sample / Cover

Reviews (3)

So pocht reproduktive Gerechtigkeit darauf, Kinder unter selbstgewählten Bedingungen bekommen und sie auch frei von Gewalt großziehen zu können, und wendet sich gegen den Mythos der unwürdigen Mutter: „sei es als arme, migrantische, queere, mit Behinderung lebende Frau oder als Frau of Color“. Weitere Autor*innen des Bands analysieren, wie das Konzept auf deutsche Verhältnisse übertragen werden kann oder warum eine rassistische und klassistische Bevölkerungspolitik just angesichts von Pandemie und Klimawandel Konjunktur hat. —  Brigitte Theißl, Der Standard (17.08.2021)
In dem dringend notwendigen Buch „Mehr als Selbstbestimmung! Kämpfe für reproduktive Gerechtigkeit“, herausgegeben vom Kollektiv Kitchen Politics sind Texte versammelt, die einerseits die Breite der Themen, Herausforderungen und Kämpfe, die der Begriff Reproduktive Gerechtigkeit umfasst, aufzeigen, andererseits auch Kernelemente des Konzepts herausarbeiten, die beim Übertragen auf verschiedene Lebensrealitäten und Kontexte mitgenommen werden sollten. —  Conni Schwärzer-Dutta, diversifamilies.org (09.07.2021)
Reproduktive Gerechtigkeit als Konzept: Widerständische Praxis und Überlebensstrategie —  Magdalene Hengst, ethik und gesellschaft (01.02.2022)