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Faul, Frech, Dreist
Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen Christian Baron, Britta Steinwachs Paperback, 128 pages
142 x 205mm
978-3-942885-18-8 / 973
14,80 Euro
Publication Date 05/2012
Paperback, 128 pages
142 x 205mm
978-3-942885-18-8 / 973
14,80 Euro
Publication Date 05/2012

Content

Der Erwerbslose Arno Dübel hat es in den vergangenen Jahren zu einer auffälligen medialen Berühmtheit gebracht, indem sein „Arbeitslosen“schicksal durch BILD in einer groß angelegten Kampagne aufgegriffen wurde – bis hin zu einer Unterstützung durch einen eigenen Manager, der die „Marke Arno Dübel“ sicherte. Dübel verkörpert hier einen „Arbeitslosen“, der sich dem Leistungsdiskurs bewusst entzieht, um es sich in der „sozialen Hängematte“ gemütlich zu machen. Grund für die große mediale Aufmerksamkeit war jedoch nicht die professionelle Vermarktung eines typischen „Arbeitslosen“schicksals, sondern die Überzeichnung von Grundhaltungen, die die (Vor-)Urteilsstruktur der BILD-Leser*innen bedienen. In diesem Zusammenhang untersuchen die Autor*innen Leser*innenkommentare zur Berichterstattung über den von BILD als „Deutschlands frechster Arbeitsloser“ Bezeichneten und verknüpfen die empirischen Befunde mit der Klassismus-Theorie, mit der sozialstatusbedingte Diskriminierungsstrukturen offengelegt werden.


Authors

Christian Baron

Britta Steinwachs — Britta Steinwachs, Jahrgang 1987, ist Soziologin und lebt in Berlin. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die ideologiekritische Auseinandersetzung mit popkulturellen Phänomenen. Zuletzt erschien in der edition assemblage von ihr und Christian Baron „Faul, Frech, Dreist. Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen“. read more

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Reviews (5)

Interview —  Radio Corax (23.06.2012)
Rezension | Den Hass aufstocken —  Peter Nowak, Jungle World Nr. 28 (12.07.2012)
Rezension | Bild, Deutschlands frechster Arbeitsloser und „Volkes Stimme“ —  Peter Nowak, Heise (24.06.2012)
Leuchten der Menschheit. Und immer noch mal nachtreten. —  Sonja Vogel, taz (19.05.2012)
Eine Klasse gegen sich —  Andrea Strübe, kritisch-lesen.de (01.05.2012)