Cover von "Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus"
Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus
England im Ausnahmezustand Moritz Altenried Paperback, 80 pages
110 x 180mm
978-3-942885-10-2 / 973
9,80 Euro
Publication Date 02/2012
Paperback, 80 pages
110 x 180mm
978-3-942885-10-2 / 973
9,80 Euro
Publication Date 02/2012

Content

Der Ausnahmezustand in England im Sommer 2011 hat Fragen aufgeworfen, auf die bisher kaum überzeugende Antworten gefunden wurden. Die Versuche der Regierung, die Riots als „Kriminalität“ zu depolitisieren, wirken verzweifelt und bieten keine Erklärungen für die schwersten sozialen Unruhen seit mindestens 20 Jahren.


Das Buch interveniert in diese Debatte und arbeitet den politischen Charakter der Geschehnisse heraus.


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Reviews (4)

Rezension —  Steffen Liebig, kritisch-lesen (03.07.2012)
Rezension —  Florian Schmid, Der Freitag (29.02.2012)
Die durchweg gelungene und immer an empirischen Fakten orientierte Analyse wird auf der Ebene der Theorie durch den Rückgriff auf Giorgio Agambens Begriff des »Ausnahmezustands«, der den meisten parlamentarischen Demokratien innewohnt, ergänzt. Die Aufstände machten diesen Ausnahmezustand sichtbar, indem sie die Logik politischer Repräsentation negieren. Gleichzeitig ist die politische Wirksamkeit dieser Negation begrenzt, wie auch Altenried feststellt. An den Kürzungsplänen der Regierung, der weiteren Militarisierung der Londoner Polizei vor den Olympischen Spielen oder den eklatanten Wohlstandsunterschieden innerhalb englischer Städte haben die Riots nichts geändert. Wer die Riots in all ihrer Widersprüchlichkeit verstehen will, der findet in diesem Buch einen ganz hervorragenden Einstieg. —  Christian Wertschulte, TESTCARD #22 S. 260
Das Buch zeichnet sich durch den Wechsel der Darstellung der Ereignisse an den vier Tagen und deren Analyse aus. Es verdeutlicht die Problemstellung aktueller Kämpfe um Selbstbestimmung, die zwischen Umarmung und Selbstorganistion, Aneignung und politischer Integration schwanken. Es zeigt: Die Krise der Repräsentation ist auch eine Krise der Linken. —  Jana Krtek, ZAG Ausgabe 62/2012