Leipziger Buchmesse 15.03- 18.03.18

Leipziger Buchmesse
vom 15.03. bis 18.03.2018
Halle 5 Stand E409
Dort findet ihr unser aktuelles Verlagsprogramm.

Veranstaltungen
Auf der Leseinsel Die Bühne in Halle 5, Stand E 402 organisieren wir mit anderen linken Verlagen eine Reihe von Veranstaltungen.

 

Donnerstag, 15. März

11:00 Uhr | Malte Meyer, Lieber tot als rot

Gewerkschaften und Militär in Deutschland seit 1914.
Deutsche Gewerkschaften: Teil der Friedensbewegung oder »Organe des imperialistischen Staates«, wie radikale Linke schon während des Ersten Weltkriegs meinten? Der Frage nach dem Verhältnis von Gewerkschaften und Militär geht das Buch anhand wichtiger historischer Stationen auf den Grund. Außerdem untersucht es die gewerkschaftliche Alltagspraxis in Rüstungskonzernen wie Repressionsapparaten und beschäftigt sich mit Gewerkschaftsstatements zur Remilitarisierung deutscher Außenpolitik seit 1990.

 

15:30 Uhr | Yori Gagarim, Off-the-Rocket

(Queer) Pin-ups and other suspects.
OFF-THE-ROKKET ist ein (queeres) Pin-up-Projekt von Yori Gagarim, das ca. 10 mal jährlich eine Auswahl an expliziten Zeichnungen (meist fast nackter) unterschiedlicher Körper veröffentlicht. Angeregt wurde es durch »das feministische Magazin Österreichs«, den An.schlägen, in denen die Pin-ups als feste Kolumne regelmäßig abgedruckt werden. Dieses Buch zeigt nun nicht nur viele der bereits bekannten, sondern auch eine Anzahl an exklusiv gezeichneten Portraits, die die Herzen höher schlagen lassen. Nach dem ersten Buch von Yori Gagarim »Let them talk! What genitals have to say about gender«, in welchem ausschließlich Genitalien porträtiert und interviewt wurden, ist dieses Buch »OFF-THE-ROKKET (Queer) Pin-ups and other suspects« die einzig logische Nachfolge, indem es eine Vielzahl von unterschiedlichen Körpern zeigt, aber keine Genitalien.

 

Samstag, 17. März

17:00 Uhr | FaulanzA, Support your sisters not your cisters

Über Diskriminierung von trans*Weiblichkeiten.
Die Musikerin »FaulenzA« beschreibt aus ihren persönlichen Erfahrungen die Diskriminierung gegen trans*Frauen und gibt Anregungen für mehr Sensibilität und Support: Sie erklärt Trans*misogynie als ein Zusammenwirken von Feminitätsfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Klassismus und Ableismus und richtet ihren Schwerpunkt darauf, wie sie dies auch in der feministischen und queeren Szene zu spüren bekommt. Trans*Frauen wird hier oft mit Skepsis, Ablehnung und Unbehagen begegnet. Sie stehen unter dem Druck zu beweisen, dass sie keine Cis-Männer sind, werden oft nicht als selbstverständlicher Teil feministischer Bewegung akzeptiert und ihre Perspektiven nicht gesehen. Manche Frauenräume/FLT*I*-Räume schließen ganz offen trans*Frauen aus, in anderen erfahren sie Ausschlüsse auf subtilere Weise.

 

Sonntag, 18. März

13:00 Uhr | Timo Büchner, »Weltbürgertum statt Vaterland«

Antisemitismus im RechtsRock.
RechtsRock ist die »Einstiegsdroge Nr. 1« in die Neonazi-Szene, die Inhalte extrem rechter Musik begeistern vor allem junge Menschen. Die Feindbilder sind in den Liedtexten facettenreich. Dabei stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Antisemitismus? Eines steht fest: Die »jüdische Weltverschwörung« kann die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Medien auf eine einfache Weise scheinbar erklären. Timo Büchner zeigt anhand einer Vielzahl erschreckender Liedtexte, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten verschlüsselt werden.

 

14:30 Uhr | Francis Seeck, Recht auf Trauer

Bestattungen aus machtkritischer Perspektive.
Wer ist betrauerbar? Wer wird erinnert? Die Bestattungspraxis in Deutschland ist von Machtverhältnissen, insbesondere von Klassismus und Heteronormativität, geprägt. Francis Seeck zeigt in diesem Buch den Zusammenhang zwischen Machtverhältnissen, Ausgrenzung und Beerdigungspraktiken auf. Aber auch die eigene Geschichte der Autor*in hat ihren Platz. So geht es auch um Widerstand auf anonymen Friedhofswiesen, sei es durch Trauergäste, Aktivist*innen, Forscher*innen und Mitarbeiter*innen – ganz im Sinne von »Rest in protest!«.

Viel Spass!

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