Crowdfunding für ein Buch von Mika Murstein

Cover

+++Vielen vielen Dank fürs spenden, teilen, begeistert sein. Wir sind jetzt (27.10.17) bei 2035€ und sammeln weiter ++++

Liebe Menschen,

Seit nunmehr 6 Jahren bringt der Verlag edition assemblage gesellschaftskritische Bücher zu linker Politik und Bewegung heraus.
Etwas, wonach mensch momentan noch vergeblich in unserem Sortiment sucht, sind Bücher zum Thema Be_Hinderung und somit auch die Stimmen von be_hinderten Menschen.

Wir bedauern sehr, dass Theorien der disability studies, Ableismus(1) und antiableistische Praxis sowie Berichte über gelebte Erfahrungen von Be_Hinderung so gut wie gar nicht von unserem Repertoire abgedeckt werden.

Wir freuen uns sehr, dass Mika Murstein sich dieser Lücke annimmt und ein Buch bei uns veröffentlichen wird, dass sich genau mit diesen Themen beschäftigt. Einige von euch kennen Mika vielleicht von twitter.

Mikas Buch wird sich mit wichtigen aktivistischen Begriffen und Theorien der disability studies und des disability Aktivismus auseinandersetzten und diese mit biographischen Erzählungen verknüpfen.
Darüber hinaus soll es darum gehen, wie Mikas gelebte Erfahrung, Mikas Marginalisierung aufgrund von Ableismus, Klassismus und cis-Sexismus und das theoretische Wissen Mika zu einer antiableistischen Praxis und dem Netzaktivismus geführt haben.
Desweiteren soll es um die Verwobenheiten von Rassismus, Ableismus und anderen Unterdrückungsformen gehen. Dafür interviewte Mika Autor*in und Aktivst*in SchwarzRund.

Unserer Ansicht nach führt nur ein konsequentes Zusammendenken verschiedenster Machtstrukturen zu einer radikalen Veränderung der Gesellschaft.
Insbesondere eine genaue Analyse von ableistischen Strukturen und die Erfahrungen von be_hinderten Menschen, dürfen bei einer Kritik an kapitalistischen Verwertungslogiken, die Körper nach „Arbeitsfähigkeit“ und Effizienzoptimierung aussortieren, nicht fehlen.
Was aber momentan fehlt ist ein deutschsprachiges Werk, dass Be_hinderung und Ableismus intersektional zu denken versucht.

Wir wünschen uns mehr Texte, Gespräche und Auseinandersetzungen über das Verhältnis von Be_Hinderung und Geschlecht jenseits der cisNormativität, über die Verschränkungen von Klassismus, Ableismus und Rassismus, über Empowerment und (vermeintliche) Schutzräume, über institutionellen Ableismus sowie mediale Darstellungen von Krankheit und Be_Hinderung.

Damit es bald ein Buch von Mika Murstein gibt, brauchen wir Geld!

Die meisten Buchprojekte bei uns werden mit Zuschüssen von Stiftungen finanziert. Damit werden dann die üblichen Produktionskosten, wie Druck und Layout usw. abgedeckt.
Um Mika so gut es geht beim Schreibprozess zu unterstützen, wollen wir uns als Verlag weitestgehend, um den finanziellen Teil kümmern.
Dies hat vor Allem politische Gründe. Viel zu oft passiert es, dass von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffenen Menschen aufgebürdet wird ihre Unterdrückung zu erklären ohne darauf zu achten, welche neuen Belastungen und Ausbeutungsverhältnisse dadurch entstehen können.

Um zudem eine möglichst barrierearme Produktion des Buches gewährleisten zu können brauchen wir mehr Geld als für unsere sonstigen Buchproduktionen. Das Buch soll nicht nur gedruckt, sondern auch als E-Book erscheinen. Durch eine größere Schrift und einen anderen Druck erhoffen wir uns mehr Zugänglichkeit für Menschen mit den unterschiedlichsten Lesegewohnheiten. Zudem wollen wir ein ausführliches Glossar erstellen, dass in Theorien und Begriffe des disability Aktivismus einführt.
Und unsere großer Traum ist es irgendwann nicht nur die Bücher über Anti-/Ableismus, sondern alle unsere Bücher als E-Books und auch als Hörbücher herausgeben zu können.

Also Leute, wenn ihr unser Vorhaben unterstützen wollt und ein bisschen Geld übrig habt, freuen wir uns über eine Spende. Um das Projekt realisieren zu können brauchen wir ungefähr 3000€.
assemblage e.V.
Volksbank e.G. Münster
IBAN DE25401600500389016800
Vermerk: “mika”

oder per PayPal an:




Es bedanken sich,
mika und die edition assemblage!

(1) Ableismus beschreibt soziale und kulturelle Ausgrenzungsmechanismen, die einen „gesunden“, „fitten“, „funktionierenden“ Körper zur Norm erklären und alles was von dieser idealtypischen Vorstelllung abweicht, abwerten, was eine gewaltvolle Unterdrückung derjenigen zur Folge hat, die nicht in diese Norm passen (frei zitiert nach Lydia XZ Brown: https://sidewaystimesblog.wordpress.com/2017/04/02/disability-justice-is-the-art-and-the-practice-of-honouring-the-body-an-interview-with-lydia-x-z-brown/ )

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