Çağan Varol

Weil wir es unseren Kindern schuldig sind

Die historische Kontinuität rassistischer Skandalisierungen und alltäglicher migrantischer Widerstand

Taschenbuch | 140*205mm

ca. 200 Seiten | ca. 16,00€

978-3-96042-114-6 | 2-973

ca. Oktober 2021

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Eine Analyse aus der Perspektive der Kämpfe migrantisierter Personen

Çağan Varol analysiert die Entwicklung der Migrationsregime und die Konjunkturen des Rassismus in Deutschland aus einer Perspektive der Kämpfe der migrantisierten Personen. Nach bürgerlichen Werteprioritäten anerkannte Institutionen, wie auch staatliche und gesellschaftliche Apparate, werden einer kritischen Betrachtung unterzogen. Warum sind Shisha Bars und Sportcafés gefährliche Orte, Schützenvereine, in denen auch Nazis für Massenmorde und Attentate trainieren, aber nicht? Warum werden die Widerstandspraxen der Migrierten gegen den institutionellen Rassismus in Deutschland von den herrschenden Wissenschaft
en und den Medien ignoriert?
 
Der Autor fokussiert sich u.a. auf die Debatten und politischen Diskurse der Jahre 1978 bis 1996, um die aktuelle Formation, die zu Hanau geführt hat, offenzulegen, und um zu zeigen, mit welcher Vehemenz, aber erfolglos, die Dominanzgesellschaft für die „Rückführung“ der „Gastarbeiter*innengeneration“ propagiert hat. „Weil wir es unseren Kindern schuldig sind …“ rückt die kollektiven Erfahrungen von Schwarzen Menschen, Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti sowie migrantischer Personen, ihre Lebensgeschichten, Alltagskämpfe und Wissensbestände, in den Mittelpunkt der Analyse des Rassismus.

 

Der Autor
Çağan Varol studierte Jura und Sozial- sowie Politikwissenschaften und promoviert seit 2019 zu Migration und Rassismus im Kölner Raum bei Vassilis Tsianos und Sonja Buckel.

 

Schlagworte
Migration, Widerstand, europäischer Rassismus, Shishabars, Schützenvereine, Hanau