Zwischen Occupy und Riots kritisch gelesen

Facetten der Krisenproteste, die neue kritisch-lesen.de – Ausgabe Nr. 19 ist erschienen.

Die Ausdrucksformen politischer Kämpfe und Proteste gegen den Neoliberalismus in den aktuellen Krisen bewegen sich in der öffentlichen Wahrnehmung hierzulande vorwiegend zwischen Occupy und Riots.
Die Perlentaucher*innen der Online-Zeitschrift kritisch-lesen.de bieten in ihrer aktuellen Ausgabe politisch Interessierten wieder eine besondere Navigationshilfe, indem sie auf die gravierende unterschiedliche mediale Betrachtung beider Protestformen eingehen:

“Insbesondere die sich von New York aus verbreitende “Occupy-Bewegung” erhielt auch von konservativer und bürgerlicher Seite viel Zustimmung. Ganz anders die Riots in England in Folge der Erschießung von Mark Duggan durch Polizeibeamte im August 2011. In dieser Ausgabe wollen wir insbesondere diese beiden Ausdrucksformen des Krisenprotests — Occupy und Riots — in den Blick nehmen. Während das eine als friedlicher Protest von oft hochqualifizierten Akademiker_innen von Medien und Politik tendenziell als legitim eingestuft wird, wurden die Aufstände in englischen Städten für kriminell und ziellos befunden und damit entpolitisiert.” (Editorial)

Nichts als Kriminalität? – Die letzten Riots in England

Kurz nach den Roits reagierte Moritz Altenried mit Buch Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus. England im Ausnahmezustand auf die entpolitisierende Berichterstattung Berichterstattung. Sehr lesenswert ist nun auch die Rezension Nichts als Kriminalität? – Die letzten Riots in England von Steffen Liebig in kritisch-lesen.de:

Es sind vor allem die politisierenden und über weite Teile überzeugenden Lesarten, die Altenrieds Buch interessant und zu einem notwendigen Korrektiv zum Mainstream der Reaktionen in Medien und
Politik machen”

Das Buch:

Moritz Altenried
Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus
England im Ausnahmezustand
Reihe: Systemfehler, Band 2

Die arabische Revolution?

Bereits in einer früheren Ausgabe von kritisch-lesen befassten sich kritisch-lesen mit dem Buch von Bernhard Schmid. Die arabische Revolution? Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten. Passend zur aktuellen Ausgabe von kritisch-lesen, die auch auf den Demokratie-Aspekt der Proteste eingeht, stellt Fritz Güde in seiner Rezension heraus:

“Wie die vergnügten Gewährsmänner in weiten Teilen der hiesigen bürgerlichen Presse versichern, soll auch dort alles so bleiben, wie es ist. Natürlich ohne Diktator.”

Das Buch:

Bernhard Schmid
Die arabische Revolution?
Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten

Weitere Bücher aus der edition assemblage, die kritisch-lesen.de rezensiert hat, sind:

Ist jetzt alles Terrorismus?

Bündnis für die Einstellung der §129(a)-Verfahren
Das zarte Pflänzchen der Solidarität gegossen
Zu den Verfahren und dem Prozess wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg)

Rezension | Alles was uns fehlt ist die Solidarität, von Thomas Trueten auf kritisch-lesen.de

Cover: Sebastian Friedrich (Hg.): Rassismus in der Leistungsgesellschaft

Sebastian Friedrich (Hg.)
Rassismus in der Leistungsgesellschaft
Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der „Sarrazindebatte“

Rezension | Ein Hype in all seiner entlarvenden Schönheit, von Siegfried Jäger (4.10.2011)

Queen of the Neighbourhood Collective
Revolutionäre Frauen
Biografien und Stencils

Sichtbar revolutionär ….
Ein Buch, das Text und Bild ebenso wie Handeln und Denken vereint: Mit Stencils und Kurzbiografien von dreißig revolutionären Frauen können Straßenzüge und kollektive linke Wissensbestände in neuem Glanz leuchten.” Rezension, kritisch-lesen.de Nr. 13, Januar 2012.


Christian Baron / Britta Steinwachs
Faul, Frech, Dreist
Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen

Rezension | Eine Klasse gegen sich, von Andrea Strübe

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