Rechtsterrorismus

Eine Infosammlung:


arranca!-Radio #4: Rechtsterrorismus

Alles alte Bekannte – das neue AIB zu Rechtsterrorismus und NSU
Von Fabian Kunow 29. Dezember 2011

ak 567 vom 16.12.2011

Sie kamen nicht aus dem Nichts
Rechte Der rechte Terror fußt in der Entwicklung neonazistischer Kernmilieus in den neuen Ländern
Wenn aus Fiktion Wirklichkeit spricht
Rechte Krimiautor Wolfgang Schorlau über rechten Terror und Geheimdienste
Eisige Kälte, trottende Nazis
Rechte Der Aufmarsch in Magdeburg könnte zum Dresden-Ersatz werden

Jahresrückblick 2011 – Bayern: “Unpolitische” Neonazis und “gefährliche” Demokrat_innen | Netz gegen
www.netz-gegen-nazis.de

In Bayern verschärft sich 2011 die Tendenz, Neonazis gern zu ignorieren oder ihre Aktionen als “unpolitische Streiche” abzutun, während gegen Nazis engagierte Demokrat_innen als linksextrem gebrandmarkt werden. Dabei sind das “Freie Netz Süd” und andere Neonazis gewalttätig und sehr aktiv.

Ein Jahresrückblick und Ausblick von Robert Andreasch, Fachjournalist und Autor des Informationsportals www.aida-archiv.de

Im Dienste zweier Herren. Von Anton Maegerle. bnr 27.12.2011 -

In der rechtsextremen Szene sind hunderte V-Leute für die Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern tätig. Zahlreiche Spitzel sind im Laufe der Jahrzehnte bereits aufgeflogen.

V-Leute bei der NPD – Studie des DISS zu V-Leuten bei der NPD, seinerzeit im Kontext des NPD-Verbotsverfahrens entstanden, leider immer noch aktuell!

Aus aktu­el­lem Anlass machen wir die Stu­die „V-Leute bei der NPD: Geführte Füh­rende oder Füh­rende Geführte?“ wie­der zugäng­lich, die 2002 im Zusam­men­hang mit dem NPD-Verbotsverfahren von den DISS-Mitarbeitern Mar­tin Diet­zsch und Alfred Scho­bert vor­ge­legt wurde.

NSU-TERROR “Ein Tiefpunkt in der rassistischen Dauerkrise” – Interview mit Kien Nghi Ha
22. Dezember 2011 im MiGAZIN

Kien Nghi Ha: Wir brauchen eine Strukturdebatte und keine politischen Ablenkungsmanöver. Vor allem ist es wichtig, ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Rassismus nicht nur auf individuelles Fehlverhalten basiert, sondern implizit wie auch explizit durch institutionelle Praktiken und gesetzliche Grundlagen der Ungleichbehandlung gefördert wird. Vor allem sollten wir uns von der fragwürdigen Vorstellung verabschieden, rassistische Ereignisse als politischen Betriebsunfall oder gesellschaftliche Ausnahmeerscheinung zu betrachten und zu bewerten. Auf der Suche nach anti-diskriminatorischen Lösungskonzepten und Perspektiven ist es weitaus konstruktiver davon auszugehen, dass sich reproduzierende rassistische Handlungen und Mechanismen nur innerhalb eines strukturell abgesicherten Systems des Rassismus überleben können.

Erddepots mit Waffen und Sprengstoff in Bayern, Sachsen und Thüringen.
René Heilig: Über allen Wipfeln herrscht Ruh’. Krauses Welt, seine Erddepots und urplötzliche Ermittlungen des Generalbundesanwaltes in: ND, 17.1.2012

Wer war Michael Krause? Der 53-jährige Mann, geboren in Berlin, sollte am 25. Mai 2008 an der Allee zwischen Bayreuth und Bindlach von zwei Streifenbeamten kontrolliert werden, als er sich an einem Fahrrad zu schaffen machte. Doch er rannte weg, holte eine Walter PPK heraus, feuerte verwundete einen Polizisten, wurde selbst von sechs Kugeln getroffen, verschanzte sich hinter einem Baum – um sich selbst zu richten.

Der Ermittlungsapparat lief an. Im Rucksack des Toten fand man Schwarzpulver, weitere gefüllte Magazine für die Pistole, einen selbst gebauten Schussapparat und 38 handgezeichnete Landkarten. Darauf war – clever verschlüsselt – die Lage von Erddepots bezeichnet. Im Klartext dagegen las man das Inventarverzeichnis: Handgranaten, Sprengstoff, Bomben, Zünder, Schusswaffen …

Der Lage-Code ließ sich nicht knacken. Durch Zufall erkannte ein mittelfränkischer Streifenpolizist die Gegend, in der er mit seinem Hund spazieren ging. Das erste Depots war gefunden und damit der Schlüssel, um die Lage der anderen zu ermitteln. Sie waren in Nordbayern, in Sachsen und Thüringen angelegt. Auch nach Brandenburg führte die Spur, drei Depots fand man in Österreich. Die Bomben aus verschraubten Rohren, umgebaute zehn Kilogramm schwere »Feuerlöscher« und die Gasflaschen waren mit selbst hergestelltem Explosivstoff gefüllt, voll funktionsfähig und hätten Verheerendes anrichten können. Eine blaulackierte Bombenart aus Krauses Depot ähnelt frappierend der Nagelbombe vom Kölner NSU-Anschlag 2004, die in einem Bekennervideo des NSU gezeigt wird.

Literatur zum Thema:

Staatlich geprüfter Terror
Interventionen gegen rassistische Anschläge, Staatsapparate und braune Netzwerke
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 2
Broschur, ca. 128 Seiten, ca. 9.80 Euro
Ausgabe 1
ISBN 978-3-942885-21-8
Reihen Abo:
ISBN 978-3-942885-23-2
ca. Februar 2012, edition assemblage
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Bernhard Schmid
DISTANZIEREN, LEUGNEN, DROHEN
Die europäische extreme Rechte nach Oslo
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 1
ISBN 978-3-942885-09-6
edition assemblage, Oktober 2011
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Hendrik Puls
Antikapitalismus von rechts?
Wirtschafts- und sozialpolitische Positionen der NPD
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 3
Studien zur extremen Rechten, Band 1
ISBN 978-3-942885-04-1
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Moritz Altenried
Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus
England im Ausnahmezustand
Reihe: Systemfehler, Band 2
ISBN 978-3-942885-10-2
Erscheint ca. Februar
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Peter Nowak
Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken
ca. 96 Seiten, 9,80 Euro
Reihe: Reihe Antifaschistische Politik (RAP), Band 4
Reflexionen, Band 4
ISBN 978-3-942885-16-4
Erscheint ca. März
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Cover: Sebastian Friedrich (Hg.): Rassismus in der Leistungsgesellschaft

Sebastian Friedrich (Hg.)
Rassismus in der Leistungsgesellschaft
Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der „Sarrazindebatte“
ISBN 978-3-942885-01-0
bestellen

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