Recht auf Trauer

Der Widerstand gegen sozial ausgrenzende Bestattungen wurde bislang kaum thematisiert.

Francis Seeck
Recht auf Trauer
Bestattungen aus machtkritischer Perspektive
Broschur | 140*205 mm
112 Seiten | 9.80 Euro
ISBN 978-3-96042-020-0 | WG 2-973
erscheint 10. August 2017

bestellen

 

 

Wer ist betrauerbar? Wer wird erinnert?

Die Bestattungspraxis in Deutschland ist von Machtverhältnissen, insbesondere von Klassismus und Heteronormativität, geprägt. Aktuell werden immer mehr arme Menschen in Deutschland, für die keine Angehörigen die Bestattungspflicht wahrnehmen (können), ohne Grabstein und Namen, ohne Trauerfeiern und Blumenschmuck von Gesundheits- und Ordnungsämtern bestattet. Teilweise, wie z.B. in dem Berliner Bezirk Neukölln, finden die ordnungsbehördlichen Bestattungen monatlich als Sammelbeerdigung im Minutentakt statt. Oft wurden diese Menschen schon zu Lebzeiten marginalisiert und gesellschaftlich ausgegrenzt.

Francis Seeck zeigt in diesem Buch den Zusammenhang zwischen Machtverhältnissen, Ausgrenzung und Beerdigungspraktiken auf. Aber auch die eigene Geschichte der Autor*in hat ihren Platz. So geht es auch um Widerstand auf anonymen Friedhofswiesen, sei es durch Trauergäste, Aktivist*innen, Forscher*innen und Mitarbeiter*innen – ganz im Sinne von „Rest in protest!“.

Die Autor*in:

Francis Seeck ist Kulturanthropolog*in und lebt in Berlin. Francis promoviert zu kollektiven Fürsorge/Care Praxen von trans* und nicht-binären Menschen in Deutschland und der Schweiz. Francis arbeitet zudem als Antidiskriminierungstrainer*in und Lehrbeauftragte*. Mehr zu Francis hier.

Leseauszug

Medien

Interview mit Francis Seeck über ordnungsbehördliche Bestattungen

Rezension in der analyse&kritik von Peter Nowak

Rezension im Freitag von Peter Nowak

Rezension von Elisabeth Voss in der Contraste

Rezension von Magda Albrecht auf der Mädchenmannschaft

Porträt von Francis in der Siegessäule von Katrin Kämpf

Interview in der taz geführt von Peter Nowak

Interview im neuen Deutschland geführt von Dagmar Schediwy

Rezension in An.schläge VIII/2017, Soziale Ausgrenzung im Tod von Brigitte Theißl

Buchbesprechung von Pressepfarrerin

Termine

12.11., Berlin, Buchvorstellung, Sonntagsclub

14.11., Jena, Diskussionsrunde „Gespaltene Gesellschaft? Zwischen Angst, Hass und Vorurteilen“ mit Francis Seeck und anderen, Villa Rosenthal

18.11., Berlin, Buchlesung „Recht auf Trauer“, gelesen von Tanja Abou, Aquarium

18.11., Nürnberg, Buchvorstellung „Recht auf Trauer“, 22. Linke Literaturmesse Nürnberg

19.11., Hamburg, Lesung, Centro Sociale

6.12., Suhl, Buchvorstellung, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, 19-21 Uhr

7.12., Erfurt, Lesung, Care Revolution und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, 19:30

8.12., Berlin, Lesung und Gespräch, FAU Lokal

15.12., Tübingen, Lesung und Gespräch, Frauenprojektehaus

5. 2. 2018, Leipzig, Lesung & Diskussion, RosaLinde e.V.

2.3.2018, Berlin: Buchvorstellung „Recht auf Trauer“, Teilhabe e.V., Mehringhof

18.3.2018, Leipzig: Buchlesung, Leipziger Buchmesse, Die Bühne

31.3.2018, Wuppertal: Buchlesung „Recht auf Trauer“, AZ Wuppertal

1.4.2018, Witten: Buchlesung „Recht auf Trauer“, Curly Cow

20.4.2018, Oberhausen: Expert_innengespräch zu machtkritischen Perspektiven auf Bestattungen. Antigone, Theater Oberhausen

21.4.2018, Berlin: TAZ LAB 2018 „Arbeit aus feministischer Perspektive. Wie halten wir uns am Leben?
Diskussion mit Hengameh Yagoobifarah, Christian Schmacht, Cleo Kempe Towers und Francis Seeck

16. Mai 2018, Jena
Workshop „Queerfeminismus“, Frauenhaus TOWANDA, 19 – 21:30
 
18. Mai 2018, Stuttgart
Workshop „Kulturelle Bildung und Soziale Ungleichheit“
 
9. Juni 2018, Bad Urach
Workshop „Awareness“
VLSP-Fachtreffen 2018 (Verband für lesbisch, schwule, bisexuelle, trans*, intersexuelle und queere Menschen in der Psychologie)
 
15. – 16. Juni 2018, Freiburg
Vortrag und Antidiskriminierungstraining zu Klassismus, Infos folgen
 
18. Juni 2018, Münster
Lesung und Gespräch „Recht auf Trauer“
FiKus, Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende, Infos folgen
 
19. Juni 2018, Oldenburg
Lesung „Recht auf Trauer“ beim autonomen feministischen Referat an der Uni Oldenburg, 18 – 20 Uhr.
 
25. Juni 2018, Marburg
Vortrag „Klassismus – eine Einführung“
Ringvorlesung „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“  Zentrum für Konfliktforschung, 18:30
 
27. Juni 2018, Marburg
Lesung „Recht auf Trauer“, Autonomes Schwulenreferat Universität Marburg

 
 
 

5. September, 2018, Leipzig
Workshop Klassismus, Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V.

7.-9. September 2018, Mühlhausen
Workshop „Einführung Queer-Feminismus“, Wissenschaftlerinnen*Werkstatt der Hans-Böckler-Stiftung

18. Oktober 2018, Hamburg
Lesung und Podiumsdiskussion, Hamburger Hospizwoche, Netzwerk Trauerkultur

26. – 27. Oktober 2018, Hamburg
Fortbildung: Soziale Herkunft und ihre Folgen. Trainung zum klassismuskritischen Handeln LI Hamburg, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

This entry was posted in Aktuelles, Allgemein, Frühjahr 2017, Neuerscheinungen and tagged . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar