Münster: Prozess gegen vermeintliche Hausbesetzer*innen

Montag 23.08.2010, 12:00 Uhr, Amtsgericht

[Münster alternativ] Am Montag, den 23.August wird am Amtsgericht Münster um 12:30h in Raum 12B gegen 4 vermeintliche Hausbesetzer*innen aus Münster verhandelt. Die Anzeigen wurden im letzten Jahr im Rahmen des „Freiraumwochenendes“ von der Stadt Münster erhoben. Die Betroffenen Genoss*innen sollen im November die Gebrüder Grimm Schule vom Fußweg aus besetzt und dabei gleichzeitig den örtlichen Glascontainer mit Farbe verschönert haben. Der Vorwurf lautet also Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Ihr seid herzlich eingeladen euch den Prozess anzuschauen und zu unterstützen. Wir bitten euch um folgenden Mittagsgarderobe: Jeans oder blaue Jogginghose und schwarzen Kapuzenpulli, da die „Täter*innen“ so ausgesehen haben sollen. Eine wunderschön eindeutige Beschreibung, sollen die “Täter*innen” doch aus dem “autonomen Spektrum” kommen.

Also seid solidarisch, erscheint am Montag, den 23. August um 12 Uhr (halbe Stunde vor Beginn) am Amtsgericht. Denkt an Perso und lasst unnötige Sachen zu Hause.

Die Hintergründe der Besetzung findet ihr hier: http://besetzt.de.ms/

Literaturtipps
perspektiven autonomer politik
ak wantok (Hg.)
Perspektiven autonomer Politik
Unrast, 400 Seiten | 18.00 Euro
edition-asssemblage Bestellnr.: U 500

Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen. Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: »Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen.«

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WIR BELEIBEN ALLE!
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Gentrification, die Inwertsetzung bisher preiswerter Wohnviertel, hat sich zu einem ständigen Begleiter städtischer Veränderungen entwickelt und steht für die neoliberale Version kapitalistischer Urbanisierung. Sanierte Häuser und neue Gewerbenutzungen stehen nicht nur für einen Wandel der Stadt, sondern vor allem für steigende Wohnkosten, die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter und die Durchsetzung neuer Sozialstrukturen in den betroffenen Quartieren. Weltweit lösen diese immobilienwirtschaftlichen Aufwertungsstrategien Proteste und Widerstand der bisherigen Bewohner_innen aus. »Wir Bleiben Alle!« Das Recht zu Bleiben, ist dabei eine zentrale Forderung vieler Stadtteilinitiativen.
An auch internationalen Beispielen werden die Hintergründe und Wirkungsweisen städtischer Aufwertungsdynamiken ebenso nachgezeichnet, wie die Strategien von Stadtteilbewegungen und Anti-Gentrification-Mobilisierungen.

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Ein Antirepressionshandbuch für die politische Praxis
Unrast, 280 Seiten, Preis: 9.80 Euro
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Das Buch Kontrollverluste versammelt Beiträge zu Fragen einer emanzipatorischen und praktischen Kritik an der aktuellen Überwachungsgesellschaft. Es führt sehr unterschiedliche Strategien und Perspektiven der linken Überwachungskritik zusammen. Kritische WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und Initiativen stellen theoretische, aber vor allem strategische und aktionsorientierte Überlegungen an, reflektieren ihre Handlungserfahrungen und beleuchten Probleme und Potenziale von Bewegung(en) gegen immer mehr Überwachung und Kontrolle.

Die »Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung« ist seit 2003 in der Stadt des bundesdeutschen Pilotprojekts zur Videoüberwachung öffentlicher Plätze aktiv. Zu ihren Projekten zählen überwachungskritische Stadtrundgänge (seit 2004), das Festival »DEL+CTRL« (2006), die Veranstaltungsreihe »Salon Surveillance« (seit 2007) und Aktionen wie die Verleihung des »Erich-Mielke- Gedächtnispreises« (2003/2005) und das »Making Trouble«-Wochenende (2006) zusammen mit den Space Hijackers aus London.

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Redaktionskollektiv (HG.)
Tipps & Tricks für Antifas
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