Münster: Protestcamp gegen Abschiebung

[Pressemitteilung. Protestcamp Münster. Eingang 6.5.2015]

Heute und morgen in Münster!!
SOLIDARITÄT mit Kosovo-Flüchtlingen, die unmittelbar vor der Abschiebung stehen!

+++ Pressemeldung: PROTESTCAMP GEGEN ABSCHIEBUNGEN +++

Für Mittwoch, den 6. Mai, laden wir alle Interessierten, ab 16 Uhr in das Protestcamp gegenüber der Wartburgschule in der Von-Esmarch-Straße zum gemeinsamen Grillen bei Musik ein. Im Vorfeld, veranstalten die UnterstützerInnen um 15:30 Uhr eine Pressekonferenz im Protestcamp.

Am Donnerstag, den 7. Mai, wird es ebenfalls ab 16 Uhr ein Kinderfest, für die Kinder der Wartburgschule und alle anderen Kinder der Stadt geben.

Hintergrund:

Gegenüber der Wartburgschule gibt es seit Montag ein Camp zur
Solidarisierung mit den Menschen, die aus Münster verlegt und dann
abgeschoben werden sollen.

Der Skandal um den Umgang mit den Menschen aus dem Kosovo, die in der Wartburgschule in Gievenbeck untergebracht sind, nimmt noch immer kein Ende. Zwar gibt es keine direkten Abschiebungen in den Kosovo aus Münster, doch werden die Betroffenen lediglich in andere Übergangsunterkünfte, wie in Oerlinghausen bei Bielefeld, verlegt. Von dort aus soll es am 8. Mai eine Massenabschiebung in den Kosovo geben. Die Menschen sind dort von Armut und Perspektivlosigkeit bedroht.
Am 30. April ist es 100 UnterstützerInnen gelungen, den Transfer von 80 Menschen aus der Wartburgschule zu verhindern. Der Protest hat viele BürgerInnen in Münster auf die Situation der Geflüchteten aufmerksam gemacht und eine große Solidarisierung in der Bevölkerung bewirkt.
Die in Münster untergebrachten Geflüchteten aus dem Kosovo brauchen nun eine klare Perspektive für ein Leben in unserer Stadt. Es kann keine Alternative sein, sie in andere Unterbringungseinrichtungen in NRW zu transportieren, um sie von dort aus abzuschieben.
Als Zeichen des Protestes gibt es seit Montagabend gegenüber der Wartburgschule in der Von-Esmarch-Straße ein Protestcamp. Solidarität mit den Menschen in der Wartburgschule! ist das eindeutige Motto aller, die sich dort nun versammeln und ihren Protest zum Ausdruck bringen.

Das Camp befindet sich auf der Wiese kurz vor der Einfahrt zur Hautklinik des UKM (Von-Esmarch-Straße 52-54).
Zunächst ist geplant, dass das Camp bis Freitag bestehen bleiben soll. Es wird kulturelle und politische Workshops geben. Die BewohnerInnen der Wartburgschule und alle anderen Menschen sind dazu eingeladen, sich hier zu begegnen und ins Gespräch zu kommen. Es wird über die aktuelle Situation informiert werden und im Zentrum aller Aktivitäten wird die Solidarität mit den Geflüchteten und der Ausdruck des Skandals der Abschiebepolitik stehen.
Mit dem Camp wollen die UnterstützerInnen ein Zeichen für tatsächliche
Willkommenkultur in Münster setzen.

Informationen unter:
gegenabschiebungenms@riseup.net

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