Kulturalismus und soziale Krise

Rassistische Erklärungen sozialer Probleme über die „Kultur“ sind in Medien, Politik und Gesellschaft sehr verbreitet. Neue Rechte und populistische Bewegungen wie die Pegida haben hier ein leichtes Spiel.

Sarah Kreimendahl und Karl-Heinz Kreuzer
Kulturalismus und soziale Krise
Broschur | 140*205 mm
96 Seiten | 9.80 EUR [D]
ISBN 978-3-96042-016-3 | WG 2-973
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Überall ist seit einigen Jahren die Rede von der Kultur. Ob Terrorismus, globale Konflikte, Gewalt gegen Frauen oder wirtschaftliche Krisen in Südeuropa, all das soll kulturelle Gründe haben. Ob bei Pegida oder auf CSU-Parteitagen – immer wieder ist davon zu hören, dass „wir“ keine „kulturfremden Einwanderer*innen“ mehr ins Land lassen dürften, weil „unsere Werte und Traditionen“ dadurch gefährdet werden würden. In der Sozialarbeit hingegen versucht man Konflikte mit „interkultureller Pädagogik“ zu lösen. Bei allen Unterschieden scheinen sich Vertreter*innen interkultureller Verständigung und Verteidiger*innen „abendländischer Werte“ darüber einig zu sein, dass Kultur eine kategoriale Grundlage menschlicher Lebensweisen sei. Warum ist diese Annahme so verbreitet und welcher Kulturbegriff liegt ihr zu Grunde? Welche Rolle spielt dabei der Islamismus und ist dieser wirklich primär ein „kulturelles“ Phänomen? Eine materialistische Kritik des Kulturalismus und seiner begrifflichen Voraussetzungen liefert dieses Buch.

Die Autor*innen:
Sarah Kreimendahl, Studium der Arabistik und Kulturwissenschaften an der Uni Leipzig, arbeitet zu postkolonialer Kritik, Kulturkritik und Feminismus.
Karl-Heinz Kreuzer schreibt u.A. zu kapitalistischer Krise, Nationalstaat, Kulturbegriff und Stadt. Seinen Blog findet man unter www.rethnologie.info. Er twittert unter @rethnologie.

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