Ich kann schlafen, wenn ich tot bin – work hard, stack checks.

Bushido, Sido und Kollegah: Gangsta-Rap wird meistens in Verbindung mit sexistischen Texten gebracht. Mit den neoliberalen Tendenzen und im Endeffekt herrschaftsstabilisierenden Texten wurde sich bis jetzt nur wenig auseinandergesetzt.

Tobias Ernsing
Ich kann schlafen, wenn ich tot bin – work hard, stack checks.
Neoliberalismus im populären deutschsprachigen Gangsta-Rap
Mit einem Vorwort von Marcus Staiger.
Taschenbuch | 140*205 mm
ca. 96 Seiten | ca. 9.80 EUR [D]
ISBN 978-3-96042-013-2 | WG 2-973
erscheint: März 2017

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Gangsta-Rap kann als gutes Beispiel herangezogen werden, um aufzuzeigen, inwieweit sich neoliberales Denken im Alltag wiederfinden lässt. Das Buch beschäftigt sich mit der Reproduktion einer neoliberalen Ideologie in deutschsprachigen Gangsta-Rap-Texten. Hierfür wird eine qualitative Inhaltsanalyse von Texten der Rap-Acts Bushido, Sido und Kollegah durchgeführt. Es wird nachgewiesen, dass sich die neoliberale Ideologie im „gesunden Menschenverstand“ eingeprägt hat. Die Rapper präsentieren sich als neoliberale Subjekte, die marktkonform, selbstdiszipliniert, egoistisch, ichbezogen und selbstoptimierend handeln. Sie propagieren in ihren Texten die neoliberale Moral. Die Ergebnisse der Analyse sollen einen Beitrag für eine emanzipatorische kapitalismuskritische Bildungsarbeit in der Jugendarbeit, abseits der neoliberalen Leistungs- und Nutzmoral, leisten.

Der Autor:

Tobias Ernsing ist Sozialpädagoge in Berlin-Marzahn, macht selbst Musik und setzt sich mit verschiedenen Jugendkulturen auseinander.

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