DISTANZIEREN, LEUGNEN, DROHEN: Die europäische extreme Rechte nach Oslo

Antimuslimischer Rassismus als Obsession – vor und nach dem Massenmord von Oslo. An Beispielen in Frankreich, England, Italien, dem Benelux, Schweiz, Österreich und Deutschland.

Bernhard Schmid
DISTANZIEREN, LEUGNEN, DROHEN
Die europäische extreme Rechte nach Oslo
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 1
ISBN 978-3-942885-09-6
120 Seiten, 12,80 EUR (D)
edition assemblage, Oktober 2011
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Aus den Wahnvorstellungen wurde Wirklichkeit: Ein Attentäter, der gleichzeitig von fanatischem Moslem- und Einwandererhass und von einer Obsession gegen den „kulturellen Marxismus“ angetrieben wurde, tötete über 75 Menschen in Oslo.
Seitdem ist die extreme Rechte in Europa aufgewirbelt. Der Niederländer Geert Wilders erklärte den Amoklauf zum „Rückschlag“ für die von ihm so genannte „islamkritische“ Bewegung. Auch die deutsche Webseite Politically Incorrect schaltete zum Teil auf Selbstkritik um.
Andere Rechte dagegen erblickten in der Tat ein Fanal, einen flammenden Aufruf zur Aktion. In Frankreich verherrlichte ein früherer Wahlkandidat des Front National den Massenmörder von Oslo als „neuen Karl Martell“ und fügte hinzu: „Andere werden folgen“. In Österreich schloss die FPÖ einen Abgeordneten infolge seiner Reaktion aus.

Aber welches geistige Milieu in Europa hat solche Wahnideen hervorgebracht? Welche Rolle spielen ultrarechte Israelfreunde, Pseudofeministinnen und frühere Linke dabei? Und wie reagiert dieses Milieu auf die Vorwürfe „nach Oslo“?

Inhalt

Kapitel 1
Nach Oslo: Die Tat, der Täter und das Echo

Kapitel 2
Unterschiedliche Reaktionsmuster bei der extremen Rechten des Kontinents

Kapitel 3
Die Brandschrift der Oriana Fallaci – Von den Attentaten des 11. September zur Hetze gegen Einwanderung

Kapitel 4
Die Propheten im Westen:
Niederlande und Belgien –
Die ersten (beinahe) monothematischen
Anti-Islam-Politiker

Kapitel 5
Bewundert durch Anders Behring Breivik:
Die English Defence League

Kapitel 6
Die Islam-Kontroverse:
Nicht alle rechtsextremen Parteien in Europa teil(t)en die Konzentration auf den Hauptfeind Islam

Kapitel 7
Auf der Suche nach dem neuen Karl Martell –
Frankreich, wie Breivik es schätzt

Kapitel 8
Rechte Schweizer suchen Eidgenossen in Europa

Kapitel 9
Die deutschsprachige extreme Rechte: Pro-Bewegung, Politically Incorrect, FPÖ

Der Autor
Bernhard Schmid, geboren 1971, seit fünfzehn Jahren in Paris lebend, Dr. iur., Jurist bei einer antirassistischen Organisation, nebenberuflich freier Journalist und Autor mehrerer Bücher, darunter »Algerien-Frontstaat im globalen Krieg?«, »Das koloniale Algerien«, »Der Krieg und die Kritiker« und »Frankreich in Afrika«.

Aktuelle Neuerscheinung: Die arabische Revolution?

Dateien:
Inhalt und Vorwort (PDF)
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Weiterführende Informationen

“Welche ideologische Verantwortung (…) die europäische extreme Rechte an solchen Taten hat und wie sich die dadurch in den Fokus gerückten sogenannten Rechtspopulisten verhalten haben, beschreibt Michael Lausberg in der Besprechung des Buchs „Distanzieren Leugnen Drohen. Die europäische extreme Rechte nach Oslo“.
Rezension | Michael Lausberg kritisch-lesen.de Nr. 15 vom 6. März 2012


Ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung
. Rezension ekz-bibliotheksservice, Reutlingen 31.1.2012

Rezension: antifaschistisches infoblatt berlin, Ausgabe Nr. 93 (PDF), Winter 2011

Eine Rechte »neuen Typs«. Islam und Einwanderer stehen im Fadenkreuz der Extremisten. Rezension von Peter Nowak, ND, 6.1.2012

Rezension von Fabian Kunow, zeit-online, 30.12.2011

Rezension | von Natalie Wohlleben, in: Portal für Politikwissenschaft vom 02.08.2012

Anders Behring Breivik. Ein Dossier.

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