Aufstand aus der Küche – Rezensionen

Hier finden Sie eine Übersicht über die Rezensionen zu dem Titel:

Silvia Federici
Aufstand aus der Küche
Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution
Aus dem Englischen von Max Henninger
Reihe: Kitchen Politics, Band 1
farbig, Broschur, 110×180 mm
128 Seiten, 9.80 Euro
ISBN 978-3-942885-32-4 | WG 973
Neuerscheinung 6. Novermber 2012
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REZENSIONEN

Peter Nowak / Neues Deutschland

“…Federici formuliert in dem Band eine aktuelle Kritik der Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und plädiert für eine feministische Politik der Gemeingüter…”
Feministischer Blick auf die Krise. Hausfrauenlohn – eine alte Debatte neu gelesen…

Florian Schmid / der Freitag

“… Auf gut hundert Seiten liefert die italienischstämmige Feministin, die seit den Sechzigern in New York lebt, eine sprachlich pointierte und eindrücklich verfasste Krisenanalyse. Ihr Buch ist eine notwendige Lektüre für die Beschäftigung mit der gegenwärtigen globalen Krise, mit den politischen Protestbewegungen und den sozialen Perspektiven jenseits der herrschenden neoliberalen Marktlogik. …”
Die Hausfrau in der Forschung

Alexander Struwe / PW-Portal

…So begegnen wir also keinesfalls einer kapitalistischen Transformation, die weniger auf Ausbeutung von Arbeitskraft angewiesen wäre – und zum Teil sogar den vermeintlich emanzipatorischen Aspekt der Mehrbeschäftigung von Frauen betont –, sondern eher einer drastischeren Variante der ursprünglichen Akkumulation und „Rekolonisierung“, die die Welt [...]und emanzipatorische Errungenschaften damit unterläuft. Statt also in den zahlreichen Entwicklungen eine Verbesserung zu erkennen, lässt sich eher festhalten, dass die hauptsächliche Reproduktionsarbeit immer noch auf die geschlechterungleiche Ausbeutung der Frauen entfällt. Diesen Tendenzen stellt sie [Frederici] eine Hinwendung und Wiederbelebung der Idee der Commons entgegen, die sie ebenfalls einer feministischen Kritik unterzieht…
Rezension

Rita Werth / kritisch lesen

Die auch von Federici bereits in den 1970er Jahren formulierte feministische Kritik an Marx´ Kapitalismusanalyse wird erneut aufgegriffen, in aktuelle gesellschaftliche Zusammenhänge gestellt und so erweitert. Dabei werden Perspektiven eröffnet und erläutert, die nicht nur für Queere Theorie inspirierend sind.[...]
Im eigens für das vorliegende Buch verfassten Hauptbeitrag analysiert Federici [...] die aktuelle Lage der Reproduktionsverhältnisse im globalen Rahmen und zeichnet Entwicklungen und Strategien antikapitalistischer Kämpfe nach. Dabei werden auch Verbindungslinien zur Queer Theory sichtbar, da die Organisation sozialer und reproduktiver Verhältnisse eng mit der Frage nach Privilegierung und Hierarchisierung sexueller (Familien-)Beziehungen verknüpft ist. Die im globalen Norden durch das neoliberale Wirtschaftssystem verursachte Auflösung wohlfahrtsstaatlicher Umverteilung generiert ein wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit, welche wiederum an tradierten Vorstellungen heteronormativer Familien- und Versorgungsverhältnisse orientiert ist. Federici weist darauf hin, dass der Kapitalismus auf eben diese Formen heterosexueller Familienorganisation angewiesen ist, um die Reproduktion der Ware Arbeitskraft am Laufen zu halten. Hierbei wird deutlich, dass und wie das Persönliche, die sogenannte Privatsphäre, als politisch zu verstehen ist[...]
sie [Frederici] findet [...] einige Anregungen, die zum Weiterdenken und Mitgestalten einladen. Anhand der vielen Beispiele (von Urban Gardening über die Gründung von Kreditgenossenschaften bis zur Vergemeinschaftung und Kollektivierung sämtlicher Hausarbeit) macht sie deutlich, dass eine grundlegende Veränderung der aktuellen Verhältnisse nur durch „eine tiefgreifende Veränderung unseres Alltags“ (S. 99) erreicht werden kann.
Reproduktionsverhältnisse, Küche und Kapitalismus

Rahel Wusterack / SoZ

Der breite Zugang von Frauen zur Lohnarbeit hat bisher nicht zur vollständigen Gleichstellung von Frauen und Männern geführt. In der Regel wird dieser Umstand damit erklärt, dass derartige Umbrüche Zeit benötigen. Dann folgt meist ein leicht rechtfertigend anmutender Verweis auf die immensen Fortschritte der letzten Jahrzehnte. Politik, Wissenschaft und die öffentliche Meinung sehen das Bemühen, Frauen in Arbeit zu bringen, nach wie vor als Königsweg zur Gleichstellung der Frau. Dafür sollen Frauen inzwischen nicht mehr einfach nur arbeiten, sondern dies gefälligst auch in Führungspositionen und in den Naturwissenschaften tun.

Silvia Federici, New Yorker feministische Aktivistin und emeritierte Professorin für politische Philosophie, liefert mit dem schmalen Band Aufstand aus der Küche eine andere Perspektive. Der Band enthält drei erstmals auf Deutsch erschienene Essays der marxistisch geprägten Feministin. Sie erläutert darin, warum die eingangs skizzierte Strategie grundsätzlich zu kurz greift.[...]
Federici bleibt in ihren Essays nicht bei der Kritik und beim Aufzeigen von Diskriminierungsmechanismen gegenüber Frauen stehen. Sie ordnet Sexismus in eine umfassendere antikapitalistische und globalisierungskritische Perspektive ein. Sie schafft damit eine fruchtbare Verbindung von linker Kapitalismuskritik und feministischer Theorie. Es werden wichtige Zusammenhänge deutlich und Perspektiven für linksfeministische Alternativen zur bestehenden Gesellschaftsordnung aufgezeigt.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die die bestehende globale Gesellschaftsordnung mit ihren Hierarchien zwischen Geschlechtern, Klassen und Ethnien und die wirtschaftlichen Hintergründe besser verstehen wollen. Und – last but not least – für alle Frauen, die trotz 40-Stunden-Woche den Haushalt immer noch allein schmeißen.
http://www.sozonline.de/2013/06/silvia-federici-aufstand-aus-der-kuche/

weitere Rezensionen/Interview

Interview | taz-Gespräch mit Silvia Federici “Die Hexenjagd ist zurückgekehrt” vom 10.10.12 [Online | PDF ]

Rezension | junge Welt “Wir alle sind Hausfrauen” von Rahel Wusterack, in: junge Welt vom 03.05.2013

Rezension | Ingo Stützle Aufgeblättert: Aufstand aus der Küche vom 06.12.2012

Rezension | Wir Frauen / Schattenblick http://www.schattenblick.de/infopool/sozial/sozio/ssges266.html#seite3 von Melanie Stitz, in: WIR FRAUEN – Das feministische Blatt 1/2013

Rezension | SWR2
SWR2 DIE BUCHKRITIK
von Barbara Eisenmann, in: SWR2, vom 29.01.2013

Rezension | outside the box Sie nennen es Liebe. Wir nennen es unbezahlte Arbeit von Stutz, Constanze in: outside the box Aptil 2013

Rezension | feministsche Studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung von Christine Löw, Katharina Volk in: 32. Jahrgang – Mai 2014 – Nr.1

Rezension | Lillemors Buchladen http://lillemorsfrauenliteratur.blogspot.de/2012/12/silvia-federici-aufstand-aus-der-kuche.html vom 15.12.2012

Rezension | Bildpunkt – Zeitschrift der IG Bildende Kunst, von Jens Kastner, Sommer 2014 Nr. 32

Rezension | Das Argument 308, von Melanie Stitz und Ruth May, Ausgabe 3/2014

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