Aufstand aus der Küche

Dieses Buch ist Teil einer in den letzten Jahren aufgekommen Bemühung von Queer-Feministinnen, an die materialistischen Erkenntnisse des (Differenz)Feminismus der 70er Jahre anzuschließen.

Silvia Federici
Aufstand aus der Küche
Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution
Aus dem Englischen von Max Henninger
Reihe: Kitchen Politics, Band 1
farbig, Broschur, 110×180 mm
128 Seiten, 9.80 Euro
ISBN 978-3-942885-32-4 | WG 973
Neuerscheinung 6. Novermber 2012
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In dem Band formuliert die feministisch-marxistische Theoretikerin und Aktivistin Silvia Federici eine aktuelle Kritik der Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und plädiert für eine feministische Politik der Commons. Neben zwei neuen Beiträgen wird auch die bereits 1974 verfasste Kritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Federici erinnert an die „unerledigte Revolution des Feminismus“ und plädiert für deren Aktualisierung in der Gegenwart.
Queer-Feminismus und Ökonomiekritik schließen einander nicht aus (wie in letzter Zeit immer wieder behauptet), sondern müssen verbunden werden. Das Buch, das unsere Reihe eröffnen wird, ist gleichzeitig eine Intervention in einen queeren wie feministischen Diskurs, der sich um eine Kritik des Kapitalismus zu wenig bemüht und andererseits eine Intervention in den ökonomiekritischen, marxistischen Diskurs, der leider immer noch sehr androzentrisch (männerdominiert) funktioniert und Geschlechterverhältnisse nur am Rande behandelt. Gleichzeitig führen wir auch die in USA und Italien bekannte operaistische Feministin Silvia Federici in Deutschland ein. Der Band stellt ebenso einen Beitrag zur Analyse des globalen Kapitalismus mit Schwerpunkt auf der Reproduktionsarbeit dar wie zur Geschichte feministischer Kämpfe. Im Kontext der neuen Buchreihe Kitchen Politics ist der erste Band auch als ein Plädoyer für eine materialistische, antikapitalistische Wende der Queer Theory zu verstehen.


Silvia Federici

Silvia Federici ist feministische Aktivistin, Autorin und emeritierte Professorin für politische Philosophie und Women Studies. 1972 war sie Gründungsmitglied des International Feminist Collective, welches die internationale „Lohn für Hausarbeit-Kampagne“ initiierte. Seit dem hat sie zahlreiche Bücher und Essays zu marxisticher und feministischer Theorie, Globalisierungskritik und neuerdings zum Konzept der Commons veröffentlicht. Seit den 1990ern ist sie Mitglied des Midnight Notes Collective. Sie lebt und arbeitet in New York City.

Kitchen Politics –
Queerfeministische Interventionen

Das Herausgeber_innen-Kollektiv Kitchen Politics begreift queerfeministische Theorie und Praxis als Bestandteil linker Gesellschaftskritik, möchte Verbindungslinien zwischen verschiedenen politischen Diskussionen ziehen und mit klaren Analysen und leidenschaftlicher Kritik in aktuelle Debatten intervenieren.
Kitchen Politics sind: Mike Laufenberg, Felicita Reuschling, Susanne Schultz, Sarah Speck, Chris Tedjasukmana; ehemalige Mitglieder: Bini Adamczak

Leseauszug

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Rezensionen | Medien
[ausführlich siehe: hier]

Interview | taz-Gespräch mit Silvia Federici “Die Hexenjagd ist zurückgekehrt” vom 10.10.12 [Online | PDF ]

Rezension | Neues Deutschland / Peter Nowak
Feministischer Blick auf die Krise. Hausfrauenlohn – eine alte Debatte neu gelesen
. Eine Rezension von Peter Nowak, in: ND vom 06.02.2013

Rezension | der Freitag Die Hausfrau in der Forschung von Florian Schmid in: der Freitag vom 06.02.2013

Rezension | PW-Portal Rezension von Alexander Struwe in: PW-Portal vom 24.04.2013

Rezension | junge Welt “Wir alle sind Hausfrauen” von Rahel Wusterack, in: junge Welt vom 03.05.2013

Rezension | kritisch lesen
Reproduktionsverhältnisse, Küche und Kapitalismus
. Rezension von Rita Werth. In: kritisch-lesen.de Nr. 29, “Gesellschaft im Neoliberalismus” vom 02.07.2013

Rezension | SoZ – Sozialistische Zeitung http://www.sozonline.de/2013/06/silvia-federici-aufstand-aus-der-kuche/
von Rahel Wusterack, in: SoZ vom Juni 2013

Rezension | Ingo Stützle Aufgeblättert: Aufstand aus der Küche vom 06.12.2012

Rezension | Wir Frauen / Schattenblick http://www.schattenblick.de/infopool/sozial/sozio/ssges266.html#seite3 von Melanie Stitz, in: WIR FRAUEN – Das feministische Blatt 1/2013

Rezension | SWR2
SWR2 DIE BUCHKRITIK
von Barbara Eisenmann, in: SWR2, vom 29.01.2013

Rezension | outside the box Sie nennen es Liebe. Wir nennen es unbezahlte Arbeit von Stutz, Constanze in: outside the box Aptil 2013

Rezension | feministsche Studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung von Christine Löw, Katharina Volk in: 32. Jahrgang – Mai 2014 – Nr.1

Rezension | Lillemors Buchladen http://lillemorsfrauenliteratur.blogspot.de/2012/12/silvia-federici-aufstand-aus-der-kuche.html vom 15.12.2012

Rezension | Bildpunkt – Zeitschrift der IG Bildende Kunst, von Jens Kastner, Sommer 2014 Nr. 32

Rezension | Das Argument 308, von Melanie Stitz und Ruth May, Ausgabe 3/2014

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