April 2014: Veranstaltungsreise in BaWü und der Schweiz zu Nationalismus und Rassismus in Europa

Veranstaltungsreise in Baden-Württemberg und der Schweiz zu Nationalismus und Rassismus in Europa
Pressemitteilung vom 2. April 2014

Von der allgegenwärtigen Krise in Europa profitiert zunehmend die extreme Rechte. Das zeigen nicht zuletzt die aktuellen Umfrageergebnisse, nach denen rechte Parteien bei den anstehenden Europawahlen am 25. Mai massive Stimmenzugewinne zu erwarten haben. Die aktuelle Renaissance von Nationalismus und Rassismus wurde insbesondere im Zusammenhang mit der Etablierung neonazistischer Kräfte in Griechenland und in Ungarn thematisiert. Aber auch in vielen anderen Ländern schicken sich zumeist moderater auftretende Rechte an, das gesellschaftliche Klima zu verändern. Nicht zuletzt aktuelle Debatten um die sogenannte „Armutsmigration“ zeigen, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht auf die extreme Rechte zu beschränken ist, sondern bis weit in die „Mitte“ der Gesellschaft wirken.

Zu diesem Thema geht der Publizist und Sozialwissenschaftler Sebastian Friedrich im April auf Veranstaltungsreise durch Baden-Württemberg und die Schweiz. Am Beispiel des Rassismus möchte er aufzeigen, dass Positionen der Mitte und rechts davon häufig von ähnlichen Prämissen ausgehen. Er wird in seinen Veranstaltungen auch auf die Ergebnisse des gemeinsam mit Patrick Schreiner herausgegebenen Sammelbandes „Nation − Ausgrenzung − Krise“ eingehen. Der Sammelband erschien im letzten Sommer beim Münsteraner Verlag edition assemblage.

Sebastian Friedrich steht für Presseanfragen gerne zur Verfügung. Kontakt: sebastian.friedrich@diss-duisburg.de

Termine der Veranstaltungsreise

08. April 2014 Esslingen, Komma, 19 Uhr
15. April 2014 Bühl, Caracol, 19 Uhr
16. April 2014 Karlsruhe, Planwirtschaft, 19 Uhr
17. April 2014 Tübingen, Club Voltaire, 20 Uhr
26. April 2014 Basel, Planet13, 19 Uhr
27. April 2014 Zürich, Autonome Schule, 19 Uhr
28. April 2014 Winterthur, Gasthof zum Widder, 19 Uhr

(Die Veranstaltungen in Esslingen, Bühl, Karlsruhe und Tübingen finden in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg statt)


Informationen zum Referenten

Sebastian Friedrich ist Publizist, Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und Redakteur bei kritisch-lesen.de. Derzeit promoviert er zur medialen Repräsentation von Erwerbslosen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Soziale Ungleichheit, Klassenverhältnisse, Rassismus, Medienkritik und Diskurstheorie. 2011 gab er den Sammelband „Rassismus in der Leistungsgesellschaft. Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der ‘Sarrazindebatte’“ (edition assemblage) heraus.

Informationen zum Buch

Ausgrenzendes Denken und nationalistisches Denken stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang mit Kapitalismus und Neoliberalismus. Die mittlerweile schon Jahre andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise macht dies einmal mehr und in aller Brutalität deutlich: Als »Schuldige« an der Krise werden die »Anderen« identifiziert – sie werden als »faul«, als »unfähig« oder als »Last« beschimpft. Die »Anderen«, das sind zum einen soziale Gruppen innerhalb der europäischen Staaten, wie etwa Migrant_innen, »Minderheiten« oder Sozialleistungsabhängige. Zum anderen sind dies aber auch gleich ganze Länder, wie etwa die südeuropäischen. Die nationalistische und ausgrenzende Unterscheidung zwischen einem guten »Wir« und einem schlechten »Sie« ist längst zu einem festen Bestandteil der Diskussionen in Medien und Politik geworden.

Mit Beiträgen von Moritz Altenried, Lea Arnold, Umberto Bettarini, Christoph Butterwegge, Alessandro Capelli, Anna Curcio, Frank Eckardt, Patrick Eser, Sebastian Friedrich, Bernd Kasparek, Anika Kozicki, Sara Madjlessi-Roudi, Maria Markantonatou, Sibille Merz, Davide Schmid, Ingo Schmidt, Patrick Schreiner, Mariana Schütt, Savaş Taş, Vassilis Tsianos, Torben Villwock, Ute Weinmann.

Buchangaben:

Sebastian Friedrich / Patrick Schreiner (Hg.)
Nation – Ausgrenzung – Krise
Kritische Perspektiven auf Europa
farbig, Broschur, 142×205 mm
236 Seiten | 18,00 EUR [D]
ISBN 978-3-942885-36-2 | WG 973

Ausgewählte Pressestimmen:

„Der große Erkenntnisgewinn, der durch die Lektüre des gesamten Bandes eingelöst wird, liegt in den unterschiedlichen Zugängen der Autoren zum Thema begründet. [...] Daraus ergibt sich nicht nur ein sehr detailliertes, sondern ebenso differenziertes Bild auf die Trias “Nation – Ausgrenzung – Krise”, das insbesondere in den Länderberichten plastisch wird. Die Artikel bilden eine Art Kaleidoskop der Krise, das die vielen Facetten von Ausgrenzung und Nationalismus in Europa fokussiert.” (DGB-Gegenblende, 5.9.13)

„Die in diesem Band vorliegenden Länderanalysen von unterschiedlichen Sozialwissenschaftler_innen geben einen übersichtlichen Überblick über vor allem europäische Nationalismen, Rassismen und ökonomisch bedingten Ausgrenzungspraktiken, -politiken beziehungsweise -mechanismen. Der gesamte Band bietet mit seinem theoretischen und empirischen Konzept eine Möglichkeit, die Erscheinungsformen der Auswirkungen der Krise ebenso wie die Zusammenhänge der Wirtschafts- und Finanzkrise mit Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung in Europa kritisch zu betrachten.”(kritisch-lesen.de, 1.10.13)

„Es bleibt zu hoffen, dass der Sammelband eine kritische Diskussion über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände in Europa anregt, jenseits sozialunverträglicher Rettungsprogramme und unsolidarischen Schuldzuweisungen. Also: lesen lohnt sich!” (Radio Dreyeckland, 28.8.13)

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