Anders Behring Breivik – Ein Dossier

Ein Dossier.

Kurz nach dem Attentat des Massenmörders Anders Breivik in Norwegen berichtet Bernhard Schmid in “DISTANZIEREN, LEUGNEN, DROHEN” (edition assemblage, Oktober 2011) über die Reaktionen der extremen Rechten in Europa und über den antimuslimischem Rassismus als Obsession – vor und nach dem Massenmord von Oslo an Beispielen in Frankreich, England, Italien, dem Benelux, Schweiz, Österreich und Deutschland. Mit diesem Dossier informieren wir die Leser*innen Rund um die Thematik dieser Publikation.

Wer will das wissen?
Mely Kiyak, taz, 2.8.2011
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2011%2F08%2F02%2Fa0126&cHash=e4541191ab

BEFINDEN Interessiert es uns, wie es den Muslimen in Deutschland nach dem Massaker von Oslo geht? Ein Text über Fragen, die gestellt werden, und die eine, die wichtig wäre.
(…) Die einfache Frage, die seit elf Tagen niemand stellt, lautet: Mitbürger, die ihr euch als Muslime seht oder gesehen werdet – wie geht es euch? (…)

Angriff auf den »Kulturmarxismus«
Regina Wamper, monitor – apabiz, 06. Dezember 2011
http://www.blog.schattenbericht.de/2011/12/angriff-auf-den-%C2%BBkulturmarxismus%C2%AB/

Regina Wamper analysiert in einem Gastbeitrag die Anschläge von Norwegen und ihre Rezeption in den deutschen Medien. Der Beitrag erschien zuerst als Aufmacher in monitor – Rundbrief des apabiz Nr.52, Oktober 2011.

NPD: Multikulti schuld an den Anschlägen in Norwegen
26. Juli 2011 | Von Berlin rechtsaußen
http://www.blog.schattenbericht.de/2011/07/npd-multikulti-schuld-an-den-anschlagen-in-norwegen/

Rechtsterrorismus: Hunderte Tote in Europa und den USA
publikativ, 23. Juli 2011
http://npd-blog.info/2011/07/23/rechtsterrorismus-hunderte-tote-in-europa-und-den-usa/

Norweger trauern, Rechtspopulisten hetzen
Patrick Gensing, tagesschau.de – publikativ, 19. August 2011
http://www.publikative.org/2011/08/19/norweger-trauern-rechtspopulisten-hetzen/

In Norwegen können heute Angehörige der Opfer des Doppelanschlags vor vier Wochen die Insel Utöya besuchen. Während das Land weiter um die 77 Toten trauert, wird in rechtspopulistischen Blogs wieder gehetzt – gegen Muslime und “Gutmenschen”. Dabei spielen Verschwörungstheorien eine große Rolle.
Von Patrick Gensing, zuerst veröffentlicht bei tagesschau.de

“Breivik ist kein einsamer Verrückter”
Elke Wittich, Jungle World -publikativ, 25. November 2011
http://www.publikative.org/2011/11/25/breivik-ist-kein-einsamer-verruckter/

Die E-Mail war anonym und sehr deutlich: „Willst Du Prügel?“ fragte der offenbar aus Schweden stammende Absender, bevor er ankündigte, dass er „einige Muslime/Nazis engagieren“ wolle, „die Dich vergewaltigen, wenn Du weiterhin daran zweifelst, dass der Islam und Muslime hinter den Vergewaltigungen stecken. Also hör auf, Dreck über Breivik zu erzählen, denn sonst bekommst Du Besuch.“ Gewaltforscher Peter Gill scheint also Recht zu haben, wenn er sagt, Breivik sei nicht nur ein einsamer Verrückter gewesen.
Von Elke Wittich, zuerst erschienen in der Jungle World

Invalidate the report
04. Dezember 2011 | Von apabiz
http://www.blog.schattenbericht.de/2011/12/invalidate-the-report/

Am 29. November wurde in Norwegen ein vom Gericht beauftragtes Rechtsgutachten veröffentlicht, das dem Massenmörder Anders B. Breivik bescheinigt, bei seinen Taten “nicht zurechnungsfähig” gewesen zu sein.
Unser norwegischer Kollege von vepsen.org, Tor Bach, äußerte sich kritisch zu diesem Gutachten. Wir dokumentieren dazu einen Gastartikel, der auf Englisch erschienen ist.

Oslo-Massaker: Deutsche Rechtsradikale in Erklärungsnot
Panorama – Sendung vom 28. Juli 2011

Anders Breivik, der Attentäter von Oslo, sieht sich selbst als moderner Kreuzritter: Mit seiner Tat habe er Norwegen und Europa vor Überfremdung schützen wollen. Das Massaker auf der Ferieninsel Utoya sei grausam, aber notwendig gewesen.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/norwegen385.html

“Aus Worten können Waffen werden”
Interview mit dem Journalisten Anton Maegerle über Rechtspopulismus
tagesschau.de, 25.07.2011
http://www.tagesschau.de/ausland/interviewmaegerle100.html

Der Attentäter von Norwegen verortet sich selbst im rechtspopulistischen Milieu. Was ist das für eine Bewegung? Wie gefährlich ist ihre Rhetorik? Und wie kann die Politik ein weiteres Erstarken verhindern? Darüber sprach tagesschau.de mit dem Journalisten Anton Maegerle, der sich seit Jahren mit dem Thema befasst.


Literatur

On Utøya: Anders Breivik, Right Terror, Racism and Europe
Edited by Elizabeth Humphrys, Guy Rundle and Tad Tietze, with essays by Anindya Bhattacharyya, Antony Loewenstein, Lizzie O’Shea, Richard Seymour, Jeff Sparrow and the editors.

Zur Publikation:


Bernhard Schmid
DISTANZIEREN, LEUGNEN, DROHEN
Die europäische extreme Rechte nach Oslo
Reihe Antifaschistische Politik [RAP], Band 1
ISBN 978-3-942885-09-6
120 Seiten, 12,80 EUR (D)
edition assemblage, Oktober 2011
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“… Schmids Buch bildet eine gute Analyse und Momentaufnahmen des rechtspopulistischen Spektrums und Milieus der organisierten Islamhasser in Europa. Einer politischen Formation, die neben Wahlerfolgen aufgrund von rassistischen Zuspitzungen auch fanatisierte Killer hervorbringen kann.”

Rezension von Fabian Kunow, zeit-online, 30.12.2011

Der Terrorakt von Anders Behring Breivik im August in Norwegen sorgte weltweit für Entsetzen. Doch anders als die deutschen Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) bezog sich der selbst ernannte »Kreuzritter für Europa« nicht auf Hitler und die Nazis. In den nach seinem Terrorakt bekannt gewordenen Schriften nimmt er westliche Werte für sich in Anspruch und verteidigt den Staat Israel. Damit gehört Breivik zu einer Strömung in der extremen Rechten, die in verschiedenen europäischen Ländern an Einfluss gewonnen hat. Der in Frankreich lebende Jurist und Journalist Bernhard Schmid hat jetzt in einem in der »edition assamblage« erschienenen Buch einen informativen Überblick über diese neueste Rechte auf westeuropäischer Ebene geliefert.
(…)
Mitte Dezember erschoss ein Mann, der als Faschist und Sympathisant der neuen rechten Strömung galt, in Florenz zwei Migranten aus Senegal und verletzte weitere schwer. Mit seinem Buch leistet Schmid wichtige Aufklärungsarbeit, um solche Attentate zu verhindern.

Eine Rechte »neuen Typs«. Islam und Einwanderer stehen im Fadenkreuz der Extremisten. Rezension von Peter Nowak, ND, 6.1.2012

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