Alltäglicher Rassismus ist tödlich

Der antiislamische Mord in Dresden an Marwa E. zeigt, dass auch der alltägliche Rassismus äußerst gefährlich ist. Politiker und Medien sind jedoch bemüht, nicht den Alltagsrassismus zu thematisieren, sondern reden von einer Einzeltat. Gefragt wird nicht nach den Quellen dieser Hassbilder, die einem gewöhnlichen – nicht in rassistischen Organisationen organisierten – weißen deutschen Christen dazu bewegen, so hasserfüllt einen Menschen aus unserer Gesellschaft anzugreifen. Rassismus wird noch immer mit Rechtextremismus gleichgesetzt. Eine Konsequenz aus dem Mord an Marwa E. muss sein, dass weiße Medien, Wissenschaftler und Politiker ihre alltäglich produzierten Bilder, mit denen sie gezielt eine weiße , christliche Gesellschaft ansprechen und alle jenseits dieser weißen Norm als fremd und bedrohlich inszenieren, kritisch aufarbeiten.

Hintergründe:
Musafira.de Marwa E. – Opfer eines anti-islamisch motivierten Mordes

Zum Thema siehe auch die Literaturliste “Weißsein“. Diese Titel können bei der edition assemblage bestellt und bezogen werden.

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