19.6 – 20.6. Aschaffenburg/Jena – Rassismus, Neoliberalismus und Krise

Zwei Veranstaltungen zu Rassismus, Neoliberalismus und Krise mit Sebastian Friedrich in Aschaffenburg und Jena

Sebastian Friedrich, Autor der edition assemblage und aktiv im Verlagsnetzwerk, hält in Aschaffenburg und in Jena Vorträge zur Verbindung von Krise, Rassismus und neoliberaler Verwertungslogik. Sebastian Friedrich ist Herausgeber des 2011 in der Edition Assemblage erschienenen Sammelbandes “Rassismus in der
Leistungsgesellschaft. Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der ‘Sarrazindebatte’
” und des gerade ebenfalls in der Edition Assemblage erschienen gemeinsam mit Patrick Schreiner herausgegebenen Sammelbandes “Nation – Ausgrenzung – Krise. Kritische Perspektiven auf Europa“.

19.06., Aschaffenburg, Stern (Platanenallee 1), 19:00 Uhr:
“Nicht nur bei NSU und NPD: Das Problem heißt Rassismus!”
Infoveranstaltung mit Sebastian Friedrich von kritisch-lesen.de

Seit der Aufdeckung der Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds wird in Deutschland vermehrt über Rassismus diskutiert, wobei zumeist lediglich auf militanten Rassismus von organisierten
Neonazis eingegangen wird. Doch Rassismus tritt vielfältiger in Erscheinung und ist keineswegs auf das Neonazi-Spektrum an den “Rändern” zu begrenzen. Vielmehr drückt sich Rassismus im Alltag, in den Medien,
bei Behörden usw. auch in der “Mitte der Gesellschaft” aus. Im Vortrag wird zunächst auf die unterschiedlichen gegenwärtigen Formen des Rassismus in Deutschland eingegangen. Dabei wird die Frage eine Rolle spielen, warum er überhaupt existiert und was Rassismus eigentlich ist. Diese Frage soll anschließend am Beispiel der Analyse der “Sarrazindebatte” 2010 diskutiert werden.

Eine Veranstaltung vom Bündnis gegen Rechts, Halkevi Aschaffenburg und Antifa Aschaffenburg.
http://bgeab.blogsport.de/termine/

20.06., Jena, Uni Jena: Vortrags-Sofa HadM, Großer Saal, 1 OG, 16:00 Uhr
“Rassismus in der Leistungsgesellschaft”

Die „Sarrazindebatte“ führte zu einer breiten gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte rassistisches Denken und verband in besonderen Weise Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken. Im öffentlichen Umgang mit den als Migrant_innen markierten, gehen Leistung und Ethnisierungen mit einer Dethematisierung von Strukturen des Rassismus und der Klassenverhältnisse einher. Sebastian Friedrich, Publizist (kritisch-lesen.de) und Aktivist der „Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin“ wird zunächst ausgehend von der Sarrazindebatte einen Überblick über den aktuellen Leistungsdiskurs geben und am Beispiel der Rede über “Integration” dessen gesellschaftliche Verankerung und Konsequenzen aufzeigen. Anschließend an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion und genügend Raum für Fragen und Austausch.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Antira- und Sofa-Tage.
https://www.sofatag.de/antira_do20.html

Literatur:

Sebastian Friedrich / Patrick Schreiner (Hg.)
Nation – Ausgrenzung – Krise
Kritische Perspektiven auf Europa

Cover: Sebastian Friedrich (Hg.): Rassismus in der Leistungsgesellschaft

Sebastian Friedrich (Hg.)
Rassismus in der Leistungsgesellschaft
Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der „Sarrazindebatte“

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